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Gott dienen

"Wer wollte in unserer Zeit für einen geringeren Zweck leben als Gott zu dienen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Samstag 25. August 2018 15:08Alter: 110 days
/ Kategorie: Schweiz, JK CH-F

Methodisten sind bereit zur Diskussion über Neuordnung der Immobilienfragen

Einen gemeinsamen Nenner wollen Kirchgemeinden und Vorstand der Methodist/innen in Hunzenschwil bei den Fragen zur Neuordnung von Verwaltung und Bewirtschaftung der Liegenschaften finden. Am Vormittag sprachen die Teilnehmenden miteinander in Gruppen und verfolgten die Diskussionen eines Podiums mit Vertreter/innen aus den Kirchgemeinden.

Podiumsgespräch mit A.Burger, M.Bach, P.Nater, M.Birr, E.Baier und Ch.Schluep (v.l.).

Die Diskussionen und Gespräche um die Neuregelung der Immobilienverwaltung bei den Methodist/innen leitete der Theologe und Coach Martin Birr. Er leitete die Teilnehmenden an, die anstehenden Fragen thematisch zu gruppieren und half durch seine klar Moderation mit, die entscheidenden Fragen aufzuspüren. Dazu gehörte zum einen die Frage, wie stark eine Zentralisierung und eine daraus resultierende Gesamtsicht notwendig ist – oder ob Kirche nicht vor allem vor Ort gelebt wird und also auch dort die wichtigen Entscheidungen fallen müssen. Ebenso grundlegend war die Frage nach dem Vertrauen – der Kirchgemeinden gegenüber dem Vorstand und umgekehrt.

 

Kirche von unten
Explizit formuliert wurden diese Fragen unter anderem an der von Birr geleiteten Podiumsdikussion. Andreas Burger, Mitglied der Methodistengemeinde in Zürich 4, etwa vertrat pointiert die Auffassung: «Kirche findet von unten statt. Das Konzept, dass man von unten verwaltet und entscheidet, finde ich ein zentrales Konzept für eine Kirche.» Daneben wurde die Frage gestellt, wo und wie Kirchgemeinden (untereinander) solidarisch leben und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Die in verschiedenen Diskussionsbeiträgen aufleuchtende Thematik des gegenseitigen Vertrauens spitzte Birr so zu, dass Vertrauen gemeinsames Interesse voraussetze: «Was ist das gemeinsame Interesse von Vorstand und Kirchgemeinden?»

 

Im Gespräch bleiben
Am Ende des ersten Teils forderte Martin Birr in einer zweiten Podiumsdiskussion zu einem Plädoyer für das weitere vorgehen heraus. Christoph Schluep, Pfarrer der Methodistengemeinde in Zürich 4, sagte, er sei ein vehementer Gegner des ersten Vorschlags gewesen. Nun sei er froh, dass es diesen zweiten Vorschlag gebe, bei dem auch noch einige Fragen offen seien. «Aber», fuhrt Schluep fort, «ich bin bereit diesen Weg zu gehen, wenn ich zu spüren bekomme, dass ich dem Vorstand vertrauen kann und wir im Gespräch bleiben, wenn es ans Eingemachte geht.» Ein Stimmungsbild am Ende des ersten Teils zeigte, dass er damit die Bereitschaft des Grossteils der Anwesenden formuliert hatte.


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