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Verstand, Leidenschaft

"Wenn Menschen sich mehr von ihren Leidenschaften als von ihrem Verstand bestimmen lassen, ist wenig Gutes von ihnen zu erwarten."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 18. April 2018 06:00Alter: 183 days
/ Kategorie: Europa

Stabübergabe in Serbien

An der Jährlichen Konferenz Serbien-Makedonien, die vom 12. bis 15. April in Kisač (Serbien) stattfand, erfolgte eine wichtige Stabübergabe: Die Leitungsaufgabe im Distrikt Serbien der Evangelisch-methodistischen Kirche ging von Ana Palik-Kunčak auf Daniel Sjanta über.

Ana Palik-Kuncak und Daniel Sjanta, die bisherige Superintendentin und ihr neu eingesetzter Nachfolger

Seit fünfzehn Jahren leitete Pfarrerin Ana Palik-Kunčak als Superintendentin die Arbeit der EMK in Serbien. Es war etwas Aussergewöhnliches, als Bischof Heinrich Bolleter im Jahr 2003 in einem Land des Balkans eine Frau in diesen Leitungsdienst berief. Doch schon in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die kirchliche Arbeit nur dank der starken Leitung durch Frauen überleben können. In den vergangenen 15 Jahren leitet Ana Palik-Kunčak zugleich auch die grösste Gemeinde im Distrikt. Beide Aufgaben erfüllte sie mit grosser Ruhe und Treue. In diesen Jahren konnte sie miterleben, wie eine jüngere Generation in den Dienst der Kirche trat. Allerdings musste sie – manchmal schmerzlich – miterleben und mitentscheiden, dass die Kirche nur jene fördern kann, welche die geistlichen Prinzipien der Kirche mittragen wollen, während sich die Wege mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern trennen.

 

Am Sonntag erhielt Pfarrer Daniel Sjanta die Dienstzuweisung als Superintendent für die EMK in Serbien. Er zählt zur jungen Generation von Pfarrerinnen und Pfarrern. Er wird neben dieser Leitungsaufgabe im Distrikt weiterhin für einen Bezirk die pastorale Verantwortung tragen. Für die EMK in Serbien ist es ein ermutigendes Zeichen, dass Menschen aus einer jüngeren Generation nicht nur auswandern, sondern auch im Land bleiben und in der Kirche mitarbeiten. Allerdings zeigt die Statistik der Kirchenmitglieder ebenso wie die allgemeinen Bevölkerungszahlen, dass viele Menschen Arbeit und Einkommen in einem benachbarten Land der Europäischen Union suchen. Dasselbe gilt auch für Makedonien.

 

Es bleibt in beiden Ländern ein grosses Anliegen, dass weitere Menschen den Ruf in einen vollzeitlichen Dienst hören und ihre von Gott geschenkten Gaben zum Aufbau der Kirche und Fortführung ihrer Mission einsetzen. Mehrere Pfarrpersonen sagten: «Ich habe den schönsten Beruf, den ich mir vorstellen kann!» – und sie sagten dies trotz vieler Schwierigkeiten im Alltag. Aber sie erleben sich als Mitarbeitende in Gottes Reich, die einen sinnvollen Beitrag im Leben anderer Menschen leisten können.

 

In materiellen Dingen wurde die Erhöhung der Gehälter der Pastorinnen und Pastoren – die erste nach vielen Jahren – mit grosser Dankbarkeit aufgenommen. Sie ist nur dank der Unterstützung durch Connexio, dem Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz-Frankreich, möglich geworden. Erfreulicherweise haben auch die Eigenbeiträge der Gemeinden – trotz schwieriger wirtschaftlicher Umstände – weiter zugenommen.

 

Auch im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeit in Albanien traf die Jährliche Konferenz wichtige Entscheidungen für die Zukunft, über die ein separater Bericht informieren wird.

 

Die nächste Tagung der Jährlichen Konferenz Serbien-Makedonien wird vom 11. bis 14. April 2019 in Makedonien stattfinden. Der Ort ist noch offen.

 

Quelle: Bischof Patrick Streiff, Zürich (Schweiz)


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