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Glauben

"Glaube an Christus ist nicht bloss eine Sache des Denkens oder der Vernunft, nicht eine lebensleere Zustimmung, nicht eine Kette von Vorstellungen im Kopf – er ist auch eine Einstellung des Herzens."

John Wesley (1703 - 1791)

Dienstag 14. November 2017 09:27Alter: 221 days
/ Kategorie: Weltweit

Methodisten rufen zum Gebet für Weltklimagipfel auf

Gastgeber des Klimagipfels, der derzeit in Bonn tagt, sind nicht etwa die Deutschen, sondern die Fidschi-Inseln. Die Methodistische Kirche in Fidschi, die grösste Glaubensgemeinschaft des Inselstaates im Pazifik, ruft deshalb zum Gebet für ein gutes Verhandlungsergebnis auf.

Lobpreis-Feier an der Jährlichen Konferenz 2017 der Methodistischen Kirche in Fidschi (Bild: James Bhagwan)

Die am 2. November 2017 veröffentlichte Erklärung aus Fidschi ruft die Methodisten weltweit zum Gebet auf, damit „die Staaten mutig Massnahmen zur raschen Verringerung der Emissionen ergreifen, mit dem Ziel, die Temperaturen um 1,5°C zu senken“. Weitere Gebetsanliegen sind ein wirksamer und konstruktiver Dialog an der Konferenz und die ausreichende private und öffentliche Finanzierung der beschlossenen Massnahmen.

 

Die Fidschi-Inseln sind 16‘000 Kilometer von Bonn entfernt. Dennoch prägen sie den 23. Weltklimagipfel (COP23) mit ihrem Verhandlungsverfahren „Talanoa“. Diese spezifisch pazifische Form des Gesprächs bedeutet wörtlich „Geschichten erzählen“ bzw. „einen Dialog führen“. Talanoa ist ein Verfahren zum Aufbau von Beziehungen und zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses, das aber trotzdem zu Verhandlungsergebnissen führt. Dass der Klimagipfel nicht beim Gastgeber vor Ort stattfindet, liegt daran, dass die Fidschi-Inseln für eine Konferenz dieser Grösse schlicht zu klein sind.

 

Die Methodistische Kirche, der ein Drittel der Bevölkerung in Fidschi angehört, sichert in ihrer Erklärung der Regierung ihres Landes Unterstützung zu. Weiter werden die Nationen der Welt dazu aufgerufen, sich für die kleinen Inselstaaten und Küstenstädte im Pazifik einzusetzen, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind. „Als Menschen des Glaubens beten wir dafür, dass im Entscheidungsfindungsprozess am Weltklimagipfel die Überlegungen, Einsichten und lebensbejahenden Antworten aus spiritueller Sicht genauso entscheidend sind wie der wissenschaftliche und politische Meinungsaustausch.“

 

Die Methodistische Kirche in Fidschi wird an der COP23 von Pfarrer James Bhagwan vertreten, der sich seit zehn Jahren mit der Thematik „Glaube und Klimawandel“ auseinandersetzt und zur Delegation des Ökumenischen Rates der Kirchen gehört.

 

Quelle: Ökumenischer Rat der Kirchen, www.oikomene.org / Barbara Streit-Stettler


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