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"Wer wollte in unserer Zeit für einen geringeren Zweck leben als Gott zu dienen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Donnerstag 09. November 2017 12:35Alter: 314 days
/ Kategorie: Schweiz

Kirchenbund will gemeinsame Identität stärken

An der zweitägigen Abgeordnetenversammlung (AV) des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) vom 6. und 7. November begannen die Delegierten mit der Beratung einer umfassenden Reform der SEK-Verfassung. Diese sieht eine Stärkung der Kirchengemeinschaft gegenüber den Mitgliedkirchen und einen neuen Namen vor.

Das Parlament des Kirchenbundes tagte unter der Leitung von Claudia Haslebacher im Berner Rathaus (Bild: sek).

Ratspräsident Gottfried Locher sprach in seinem Begrüssungswort von einem historischen Schritt, so etwas passiere nur „once in a lifetime“ – die Rede war von der neuen Verfassung, die sich die Kirchengemeinschaft geben möchte.

 

Der Entwurf sieht vor, den Auftritt der Mitgliedkirchen gegen innen und aussen in sieben definierten Handlungsfeldern zu bündeln und zu koordinieren. Die strategische Rolle der Kirchengemeinschaft würde gegenüber den einzelnen, bisher föderalistisch organisierten Mitgliedkirchen gestärkt.

Dieses neue Verständnis soll auch in einem neuen Namen zum Ausdruck kommen: aus dem Kirchenbund soll die einheitlichere „Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz“ (EKS) werden.

 

Der EMK wäre „Evangelische Kirche Schweiz“ lieber

 

Die Delegierten traten in der ersten Lesung auf das Geschäft ein. Die Tendenz in Richtung Zentralisierung stiess bei einer ganzen Reihe von Mitgliedkirchen auf Skepsis und sorgte schon in der Eintretensdebatte für lange Diskussionen. Es gab indes auch positive Stimmen. Der Zürcher Delegierte Thomas Plaz begrüsste die Schaffung einer «Corporate Identity», die die neue Verfassung fördere, ohne die grundsätzlich föderale Struktur der kantonal verfassten Landeskirchen anzutasten.

 

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK), die als eine von zwei nicht-reformierten Kirchen ebenfalls Mitglied des SEK ist, meldete ihre Bedenken im Blick auf den Namen „Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz“ an. „Wir würden uns sehr wünschen, zum Namen ‚Evangelische Kirche Schweiz‘ zurückzukehren, sagte Markus Hafner, der die EMK als einer von zwei Abgeordneten in der AV vertritt. Der Name, der noch im Entwurf 2016 vorgesehen gewesen war, mache den „grösseren Horizont von Kirchengemeinschaft deutlich“, auf der der SEK bereits heute stehe. Falls eine SEK-Mehrheit auf „Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz“ bestehe, werde die EMK beantragen, dass zumindest im Passus zur Mitgliedschaft die Kirchengemeinschaft zwischen EMK und Reformierten erwähnt werde.

 

Antrag von Heiner Studer wegweisend

 

Laut Claudia Haslebacher, EMK-Distriktsvorsteherin und derzeitige AV-Präsidentin, ist für die Haltung der EMK gegenüber der neuen SEK-Verfassung der Beschluss der Jährlichen Konferenz von 2016 massgebend. Damals stimmte diese einem Antrag des Laiendelegierten und ehemaligen Nationalrats Heiner Studer zu, dass die EMK „verbindlich mit den Reformierten in der Schweiz zusammenarbeitet und sich damit konstruktiv an der Weiterentwicklung des SEK beteiligt“. Sie begrüsse eine Verfassungsrevision, die „das ‚Evangelische‘ stärkt und die Kompetenzen der neuen Synode so festlegt, dass die EMK als Vollmitglied dabei sein kann“, heisst es weiter darin.

Die Debatte zur neuen SEK-Verfassung wird an einer ausserordentlichen AV im April 2018 fortgesetzt.

 

Quelle: www.sek.ch / Barbara Streit-Stettler


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