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Mann eines Buches

"Gib mir dieses Buch (die Bibel)! Um jeden Preis gib mir Gottes Buch! – Ich habe es. Hier ist genug Wissen für mich. Ich will der Mann eines Buches sein – homo unius libri."

John Wesley (1703 - 1791)

Freitag 17. Februar 2017 11:43Alter: 182 days
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Menschen zur EMK-Kultur bekehren?

„Gefragt“ lautet das Motto der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich-Nordafrika, die in diesem Jahr vom 8. bis 11. Juni 2017 in Zuchwil bei Solothurn tagt. Stefan Zürcher, Distriktsvorsteher Nordwestschweiz und Themenverantwortlicher, erklärt, was es mit dem Konferenzthema auf sich hat.

Viele Menschen, denen EMKler im Alltag begegnen, haben zur Kirche und zum kirchlichen Leben keinen Bezug mehr oder gar nie einen gehabt. Deshalb ist ihnen die kirchliche Kultur auch fremd. Menschen aus der EMK sehen ihren Auftrag darin, „Menschen in die Nachfolge Jesu Christi einzuladen, um so die Welt zu verändern“. Viele verbinden mit der Einladung in die Nachfolge Jesu unbewusst meist auch die Einladung in die kirchliche Kultur der EMK. Das bedeutet, wer diese Einladung annimmt, muss gleichzeitig den Schritt in eine für sie fremde Lebenswelt machen – für viele ein Hindernis, das sie nicht überwinden wollen oder können. Aber ist dieser Schritt wirklich nötig? Ist es nötig, dass Menschen, die Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu werden (wollen), sich gleichzeitig auch zur EMK-Kultur bekehren? Ist es wirklich notwendig, sich mit den Gottesdienstformen, mit den Gottesdienstzeiten, mit den Musikstilen der EMK anzufreunden und das Leben danach auszurichten?

 

Die Apostelgeschichte lehrt etwas Anderes. Die Apostel machten es damals umgekehrt. Sie waren es, die das Gewohnte hinter sich liessen und sich auf die Lebenswelt der Menschen, die sie ansprechen wollten, einliessen. Gemeinsam mit ihnen entdeckten sie, wie sie in dieser für sie ungewohnten, andersartigen Kultur den Glauben aus dem Evangelium heraus verstehen und leben konnten. So geschah eine der grössten Veränderungen, als das Evangelium über das Judentum hinaus zu den Menschen anderer Religionen getragen wurde. Das war ein ganz schwieriger Prozess. Die Apostelgeschichte berichtet vom Ringen darum.

 

Herausgefordert wie zu Zeiten der Apostel

 

Die EMK steht heute vor einer ähnlich grossen Herausforderung. Mit dem Motto „gefragt“ wollen die Konferenzverantwortlichen das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Kirchen herausgefordert sind, sich auf die nicht kirchlich sozialisierten Menschen und auf deren Lebenswelten einzulassen, in diese einzutauchen, um sie zuerst einmal gründlich kennenzulernen. Das ist die Voraussetzung, um das Evangelium so weitersagen zu können, damit Menschen ohne kirchlichen Hintergrund entdecken: Die gute Botschaft von Jesus Christus hat mit mir und meinem Leben zu tun.

 

Wie lernen EMKler Menschen ausserhalb ihrer Kirche und deren Lebenswelten kennen? Indem sie fragen, fragen, fragen und zuhören: den Menschen und Gott. Die Jährliche Konferenz will auf unterschiedliche Weise Werkzeuge dazu liefern und Gelegenheit zum praktischen Auszuprobieren bieten – im Feiern, durch Andachten, Bibelarbeiten, Referate, Interviews und das gemeinsame Konferieren.

 

Autor: Stefan Zürcher


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