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Abendmahl

"So wie unser Leib durch Brot und Wein gestärkt wird, so stärken die Zeichen des Abendmahls, Leib und Blut Christi, unsere Seele. Diese Nahrung für die Seele gibt uns Kraft, unsere Pflicht zu tun, und bringt uns weiter auf dem Weg zur Vollkommenheit."

John Wesley (1703 - 1791)

Donnerstag 16. Februar 2017 09:54Alter: 11 days
/ Kategorie: Schweiz, Aus den Gemeinden

Neuer Armeeseelsorger aus der EMK

Seit 2017 ist Yosef Habte aus der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Bern Seelsorger bei der Schweizer Armee. Bereits bei seiner Aushebung sei für ihn klar gewesen, dass er Armeeseelsorger werden wolle, sagt er. Nun hat ihn das Kabinett, das bei der EMK für Anstellungen verantwortlich ist, dafür beauftragt.

Yosef Habte in der Uniform eines Armeeseelsorgers

„Ich sehe viel Potential, mit den Soldaten ins Gespräch zu kommen und auch beim Glauben anzuknüpfen“, meint Yosef Habte in einem Interview im Gemeindebrief der EMK Bern. Er sei in erster Linie Seelsorger, wenn ein Notfall eintreffe, wenn jemand Seelsorge benötige oder einfach „nur ein Zuhörer braucht“. Als Zweites sehe er sich weiterhin als Soldat, mit einer Zusatzfunktion als „Aushängeschild für den christlichen Glauben“. In der Armee gebe es viele Soldaten mit Migrationshintergrund. Er selbst kenne als Secondo die Vorurteile, denen Migranten begegneten und könne deshalb auf deren Situation besonders eingehen. Er wolle in seiner Aufgabe sein Bestes geben. „Was Gott daraus macht, liegt nicht in meiner Macht“, betont er.

 

Im November 2016 hat Yosef Habte einen dreiwöchigen Ausbildungskurs des Militärs als Armee-Seelsorger absolviert und wurde anschliessend zum Hauptmann befördert. „Dieser Grad ist notwendig, damit im Ernstfall einen Rekruten oder Soldaten zum Psychologen schicken oder das Thema Dienstuntauglichkeit ansprechen kann.“ Dadurch habe er aber auch mehr Diensttage zu absolvieren und könne erst mit 50 seine Uniform abgeben.

 

Gegenwärtig begleitet der EMKler eine Rekrutenschule (RS). „Nachdem ich mich zu Beginn RS den Rekruten vorgestellt habe, bin ich nun während eines halben Jahres auf Pikett für den Fall, dass einer von ihnen mich als Seelsorger anfordert.“ Hie und da erteilt er in einer Unteroffiziersschule Lektionen zu Spiritualität und ganzheitlicher Leiterschaft.

Als theologische Vorbildung für sein neues Amt hat Yosef Habte einen fünfjährigen berufsbegleitenden Lehrgang beim ISTL (International Seminary of Theology and Leadership) absolviert und den Bachelor in Theologie erworben.

 

Im zivilen Leben ist der 31-jährige Armeeseelsorger 80 Prozent als Informatiker bei der Swisscom angestellt. 20 Prozent widmet er sich ehrenamtlich dem Predigtdienst in der EMK Bern, wo er unter anderem zweimal monatlich in Bümpliz den Samstagsgottesdienst „Himu uf Ärde“ organisiert und gestaltet.

 

Stefan Zürcher, Distriktsvorsteher Nordostschweiz, ist nebst Yosef Habte der zweite Armeeseelsorger aus der EMK. Im Moment sind beim Militär rund ein Drittel der Armeeseelsorger-Stellen vakant. Die EMK kann als Mitglied des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes zusammen mit den Landeskirchen Armeeseelsorger stellen.

 

Quelle: Barbara Streit-Stettler / Bezirksfenster der EMK Bern


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