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Gott dienen

"Wer wollte in unserer Zeit für einen geringeren Zweck leben als Gott zu dienen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Donnerstag 20. April 2017 06:00Alter: 8 days
/ Kategorie: Europa

Ein neues Herz und ein neuer Geist

Die diesjährige Tagung der Jährlichen Konferenz Serbien-Makedonien der Evangelisch-methodistischen Kirche fand vom 6. bis 9. April 2017 in Murtino/Makedonien statt.

Ordination von Vladimir Fazekas zum Ältesten

Murtino ist ein Bauerndorf östlich von Strumica und befindet sich in einer Gegend, die von Gemüseanbau geprägt ist. Sowohl die griechische als auch die bulgarische Grenze sind nicht weit. Die gastgebende EMK-Gemeinde hatte in den vergangenen Monaten mit grossem Engagement und mit Unterstützung aus dem Ausland ihre Räumlichkeiten erweitert, sodass alle Platz fanden – die 58 Konferenzmitglieder und Gäste aus den beiden Distrikten Serbien und Makedonien sowie aus dem Missionsgebiet Albanien und die zwei Gäste aus Deutschland und der Schweiz. Getagt wurde jeweils im Kirchenraum in Murtino, gegessen in einem Thermalbad-Hotel im Nachbardorf.

 

Unter welchen Vorzeichen die Konferenz stand, lässt sich vielleicht an einem Abschnitt aus dem Bericht von Wilfried Nausner, Superintendent der EMK in Albanien und Makedonien, erkennen: «Dieser Bericht entsteht in einer schwierigen Zeit für Makedonien. Alte Spannungen und Ängste sind wieder aufgeflammt. Die Menschen sind verunsichert. Auch die Menschen in der EMK sind davon betroffen. […] Die Versuche von innen und aussen, die Krise zu bewältigen, sind bisher gescheitert. Der Umgangston wird rauer, und die Kompromissbereitschaft, die ohnehin nie sehr gross war, scheint nicht mehr gegeben. […] Makedonien braucht Männer und Frauen, die sich für den Frieden einsetzen, und es braucht das Gebet in dieser schwierigen Zeit.»

 

Auch Superintendentin Ana Palik-Kunčak aus Serbien zeichnete in ihrem Bericht ein eher dunkles Bild der gegenwärtigen Lage: «Widrige Bedingungen in der Republik Serbien treiben junge Menschen aus dem Land fort, und das verringert die Anzahl der Gottesdienstbesucher. Hinzu kommt die Tatsache, dass unsere Mitglieder älter und kränker werden. Diese Situation ist sehr schmerzhaft, vor allem für die kleinste Gemeinde, bei der sich bereits die Überlebensfrage stellt.»

 

Doch trotz der zahlreichen, grossen Herausforderungen an Kirche und Menschen: Es gibt viel Engagement, es gibt Aufbruch und Aufbau, es gibt Ermutigung, es gibt gegenseitige Unterstützung und Hilfe der weltweiten Familie, es gibt Lebensfreude, und es gibt Hoffnung. Einige Beispiele, wo dies konkret wird:

 

- Der Kindergarten KORAB in Pivnice/Serbien ist durch die Abwanderung ganzer Familien herausgefordert, bleibt aber ein Teil der Kirche, der nicht zuletzt auch dank einer guten Medienpräsenz weit über die EMK hinaus einen sehr guten Ruf geniesst.

- In Šid/Serbien ist durch die Arbeit mit Migranten eine gute Beziehung zu christlichen Familien aus dem Iran entstanden, von denen 15 bis 20 Personen gelegentlich den Gottesdienst der EMK besuchen.

- In Kisač/Serbien gibt es dank einer guten Zusammenarbeit mit einer slowakischen Kulturorganisation zahlreiche Möglichkeiten zum Dienst an Menschen, die nicht zur EMK gehören. Im «Slowakischen Nationalhaus» werden insbesondere an kirchlichen Feiertagen sogar Gottesdienste durchgeführt.

- Das Zentrum «Miss Stone» in Strumica/Makedonien weitet seinen Dienst aus: Neben den 160 Menschen, die vom Projekt «Essen auf Rädern» profitieren, gibt es nun auch im ca. 30 km entfernten Radoviš 45 Personen, die regelmässig eine warme Suppe erhalten.

- Ein Schulprojekt mit Romakindern in Ohrid versucht, die desolate Lage der Roma etwas zu lindern und Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

- Nach vielen Jahren der Vorbereitung konnte in Makedonien endlich das neue Gesangbuch gedruckt werden.

 

Musik und Gesang prägten auch die abendlichen Gottesdienste und ganz besonders den Singabend am Samstag: Gemeindelieder und die Lieder einer Jugendsinggruppe, der Chöre aus Murtino und aus Strumica sowie des «vereinigten Jugoslawienchors» als Referenz an frühere gemeinsame Jugendbundzeiten waren eine Einladung, Gott zu loben. Gleichzeitig liessen sie auch Geschichte und Kultur der Balkanländer in vielerlei Facetten durchschimmern und erlebbar werden.

 

Ein besonderer Höhepunkt war schliesslich die Aufnahme von Vladimir Fazekaš (Serbien) in volle Verbindung und seine Ordination zum Ältesten.

 

Quelle: Stefan Ilg, Adliswil / Urs Schweizer, Assistent des Bischofs Patrick Streiff, Zürich

  


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