Nächstenliebe in Gestalt eines Esels
Bedürftige Roma-Familien erhalten in Mazedonien einen Esel als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ermöglicht ihnen damit, Brennholz aus den Bergen zu holen.
Dank der finanziellen Unterstützung der EMK aus Deutschland konnten im Winter 2011/2012 insgesamt 2’400 Jacken und Hosen hergestellt und an bedürftige Menschen in Mazedonien verteilt werden. Die Herstellung weiterer Jacken und Hosen war nicht mehr sinnvoll; andererseits waren die Mittel, die dafür reserviert worden waren, noch nicht aufgebraucht. Deshalb suchte die EMK in Mazedonien gemeinsam mit der EMK-Weltmission in Deutschland nach einer sinnvollen Verwendung der Gelder im Sinne der Spenderinnen und Spender. Dabei entstand die Idee, bedürftigen Familien einen Esel zu schenken.
Christina Cekov aus Strumica in Mazedonien berichtet: „Der erste verschenkte Esel kam einer sehr bedürftigen Familie zugute: Die Frau ist alleinerziehend und lebt mit ihren zwei Kindern und ihrer kranken Mutter unter sehr schwierigen Umständen. Als wir ihnen im Februar, während es so kalt war, Mehl zum Brotbacken brachten, waren sie gerade dabei, einen Strommast zu zersägen. Sie hatten nichts anderes zum Heizen.“ Das brachte Mitko Konev, den Leiter des Miss Stone Zentrums der EMK, auf die gute Idee mit dem Esel. Nun können die Leute Brennholz in Form von Ästen von den Bergen und den umliegenden Wäldern holen und auch verschiedene andere Dinge damit transportieren. Das verhilft ihnen zu einem bescheidenen Einkommen.
Es ist geplant, noch weiteren Familien einen Esel zu schenken. Ein Esel kostet etwa 100 Euro. Für Zaumzeug und Sattel kommen noch einmal 100 Euro dazu. Damit erhalten die bedürftigsten Roma-Familien eine nachhaltige Unterstützung.
Quelle: EMK-Weltmission, Wuppertal/Deutschland – Christina Cekov, Strumica/Mazedonien


