EMK-Frau wird Regierungsrätin
Christine Bickel, Mitglied der EMK in Glarus, wurde am vergangenen Sonntag im ersten Wahlgang als SP-Vertreterin neu in den fünfköpfigen Glarner Regierungsrat gewählt.
„Christine Bickel erreichte das absolute Mehr mit Leichtigkeit und distanzierte den wilden FDP-Kandidaten Dirk van Vliet klar“, heisst es in der heutigen Ausgabe der „Südostschweiz“ über den gestrigen Wahlgang im Kanton Glarus. Die Wahl der neuen Regierungsrätin sei unter anderem auch als Anerkennung „für ihre jahrelange als seriös bekannte politische Arbeit zu werten“. Seit 1998 war Christine Bickel Mitglied des Landrates, des Glarner Kantonsparlaments, und präsidierte diesen 2003/2004, was sie als ihr „persönliches Highlight“ bezeichnet. Zudem ist sie Kantonalpräsidentin der SP.
Christine Bickel ist nicht nur in der Politik, sondern auch in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) vielfältig engagiert: Von 2002 bis 2005 leitete sie die Fachstelle „Bildung+Beratung“ der EMK Schweiz-Frankreich. Bis heute ist sie Laienmitglied der Jährlichen Konferenz und Mitglied der Kommission für ordinierte Dienste sowie des Verwaltungsrates der Theologischen Hochschule Reutlingen.
Seit 2005 bis zu ihrem Antritt ihres Amtes als Regierungsrätin wirkte die ursprüngliche Arbeitslehrerin als Gesamtschulleiterin des Schulischen Zusatzangebotes des Kantons Glarus, wo sich Jugendliche auf den Eintritt in den Berufsalltag vorbereiten können. „Das Glarnerland ist ein Juwel“, sagte Christine Bickel im Vorfeld der Wahlen in einem Porträt der „Südostschweiz“ über ihre Wahlheimat, wo sie seit 26 Jahren mit ihrem Mann Rolf wohnt. Aufgewachsen ist sie aber in Regensdorf im Kanton Zürich.
Autorin: Barbara Streit-Stettler


