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Schrift und Verstand

"Ich gründe alle meine Grundsätze auf die Heilige Schrift und auf den gesunden Menschenverstand."

John Wesley (1703 - 1791)

Donnerstag 14. Januar 2010 14:29Alter: 232 days
/ Rubrik: Weltweit

Weltweite EMK lässt Haiti auch jetzt nicht im Stich

 

In diesen Stunden und Tagen ist der Fokus der Medien auf Haiti gerichtet, nachdem weite Teile des karibischen Staates am 12. Januar 2010 von einer schweren Erdbebenkatastrophe in Trümmer gelegt wurden. Das ganze Ausmass dessen, was geschehen ist, wird erst nach und nach sichtbar. Wirklich fassbar wird das Leid, das die ohnehin schon armen Menschen erlitten haben, jedoch wohl nie.

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) engagiert sich schon seit Jahren auf Haiti – einerseits durch ihre Nothilfe-Organisation UMCOR (United Methodist Committee on Relief), andererseits aber auch im Rahmen von partnerschaftlichen Beziehungen und praktischen Freiwilligeneinsätzen einzelner Gemeinden und Jährlicher Konferenzen in den USA. Kathy Gilbert, eine Journalistin der methodistischen Nachrichtenagentur UMNS, sagte in diesem Zusammenhang: «Es brauchte kein Erdbeben, um Menschen der EMK nach Haiti zu bringen. Und es wird mehr als ein Erdbeben brauchen, um sie von Haiti fernzuhalten.»

 

Um die Lebensbedingungen der Menschen in Haiti verbessern zu helfen, arbeitet die EMK vor allem mit der «Methodist Church of Haiti» zusammen. Zu dieser Kirche gehören Gemeinden in elf Städten des Landes, daneben aber unter anderem auch 105 Primarschulen. Die von Rev. Gesner Paul geleitete «Methodist Church of Haiti» ist ein Distrikt der «Methodist Church in the Caribbean and the Americas», einer Mitgliedkirche des Weltrates methodistischer Kirchen.

 

Nachdem der Norden Haitis im September 2004 und im November 2005 schon von Hurricanes verwüstet worden war, lag der Schwerpunkt der EMK-Aktivitäten einerseits bei einer umfassenden Not- und Wiederaufbauhilfe. Andererseits wurden beispielsweise Agrarprojekte realisiert, um mehr als 2000 Familien zu helfen, sich selber mit Nahrungsmitteln versorgen zu können und darüber hinaus ein kleines Einkommen zu erzielen.

 

UMCOR hat nach der neuesten Katastrophe sofort mit den Vorbereitungen für eine gross angelegte Hilfsaktion begonnen. Melissa Crutchfield, eine Verantwortliche von UMCOR, sagte dazu: «UMCOR arbeitet seit vielen Jahren in Haiti. Wir erwarten, dass nun Jahre des Wiederaufbaus vor uns liegen, aber wir sind bereit, mit den Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten und sie auf ihrem Weg zu helfen.»

 

Bei Connexio, dem Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz-Frankreich, eingehende Spenden für Haiti werden zu 100% an UMCOR weiter geleitet und unterstützen dessen Hilfsbemühungen.

 

Autor: Urs Schweizer


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