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Glauben

"Glaube an Christus ist nicht bloss eine Sache des Denkens oder der Vernunft, nicht eine lebensleere Zustimmung, nicht eine Kette von Vorstellungen im Kopf – er ist auch eine Einstellung des Herzens."

John Wesley (1703 - 1791)

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Dienstag 09. Januar 2018 14:34Alter: 339 days
/ Kategorie: Weltweit

ÖRK besucht Methodisten in China

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, predigte am 7. Januar 2018 in der methodistischen Chongwenmen-Kirche in Beijing (Peking).

Gottesdienst am letzten Sonntag in der Chongwenmen-Kirche

Die Chongwenmen-Kirche von aussen

Anlass war der Besuch einer ÖRK-Delegation in China als Auftakt der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des ÖRK. Der Besuch dauert vom 7. bis zum 16. Januar 2018. Die Delegation plant, Vertreter des Chinesischen Christenrates, der Christlichen Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung, der staatlichen Religionsbehörde und religiöse Leitungspersonen zu treffen sowie theologische Ausbildungsstätten zu besuchen.

 

Zeugnis der chinesischen Methodisten als Hoffnung für die Welt

 

Die Predigt von Pfarrer Olav Fykse Tveit stand unter dem Thema „Jesus Christus, die Freude der Welt“. Er erklärte: „Wir sind dazu berufen, die gute Nachricht von Gottes Liebe und Gottes Frieden für alle Menschen weiterzusagen, wo immer die Menschen sind und welchem Volk sie auch immer angehören.“ Er fuhr fort: „Auch wenn, wie in Ihrem Land, viele aus der Armut geholt worden sind, leiden immer noch viele Menschen an Armut, ungeheilten Krankheiten, Konflikten, Angst, Einsamkeit und sogar an Hoffnungslosigkeit.“

ÖRK-Generalsekretär Tveit ging auch auf die Rolle der Kirchen in China ein: „Zu den sehr guten Nachrichten in der Familie des ÖRK gehören Leben und das Wachstum der Kirche in China. Ihr christliches Zeugnis während und nach sehr schwierigen Zeiten für Ihre Kirche hat vielen in der Welt Hoffnung gegeben.“

 

Am 7. Januar seien in der Chongwenmen-Kirche etwa 1‘000 Gottesdienstbesucher zusammengekommen, erläutert der ÖRK auf seiner Website. Diese Kirche gehöre zu den ältesten protestantischen Kirchengebäuden in China. Sie sei 1870 von amerikanischen Methodisten erbaut, 1900 beim Boxer-Aufstand zerstört und 1904 wiedererrichtet worden. Während der Kulturrevolution ab 1966 sei die Kirche geschlossen gewesen. 1980 sei sie wiedereröffnet worden. Heute würden in ihr sonntäglich fünf Gottesdienste gefeiert, an denen auch viele junge Leute teilnähmen.

 

Methodisten seit 170 Jahren in China

 

Kurz vor 1850 kamen die ersten US-amerikanischen Missionare von der Bischöflichen Methodistenkirche nach China. 1851 begannen die Wesleyanischen Methodisten aus Großbritannien in China zu missionieren. Im Laufe der Zeit eröffneten immer mehr methodistische Kirchen, auch die Vereinigten Brüder in Christo und die Evangelische Gemeinschaft, Missionen in China. 1946 gab es etwa 78‘000 Methodisten britischer und 190‘000 Methodisten US-amerikanischer Tradition in China. Nach und nach mussten alle Missionare aus dem westlichen Ausland China verlassen.

 

1954 wurde die Chinesische Christliche Patriotische Drei-Selbst-Bewegung (Selbstverwaltung, Selbsterhaltung, Selbstausbreitung) gegründet. Sie ist eine Bewegung innerhalb der offiziellen Kirchen, die „von oben“ initiiert wurde. Regionale und lokale Drei-Selbst-Komitees wurden eingerichtet. Daneben entstand eine inoffizielle, lebendige Hauskirchenbewegung.

 

Autor: Reinhold Parrinello


United Methodist Church