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Zeit und Ewigkeit

"Wenn wir sagen, Gott weiss alles vorher, stimmt das eigentlich nicht, denn für Gott gibt es kein Vorher und kein Nachher. Die ganze Zeit – oder vielmehr die ganze Ewigkeit – ist im selben Augenblick gegenwärtig. Uns Menschen sind nur jeweils sehr kurze Abschnitte der Ewigkeit als Zeit in die Hand gegeben."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Mittwoch 24. Januar 2018 14:31Alter: 322 days
/ Kategorie: Weltweit

Ein neues Werkzeug der Hoffnung in Russland

Nachdem 2016 in Russland ein restriktives Religionsgesetz verabschiedet worden war, zeigte sich jetzt in der evangelisch-methodistischen Gemeinde in der südwestrussischen Stadt Satka, dass das Leben allen Einschränkungen zum Trotz blühen kann.

Grosse Freude und Dankbarkeit in Satka - auch der aus Moskau angereiste Bischof Eduard Khegay (rechts) freut sich mit.

Satka ist eine 45‘000-Seelen-Stadt im Südwesten Russlands. Der südliche Zweig der Transsibirischen Eisenbahn führt ganz in der Nähe vorbei, und bis zur russisch-kasachischen Grenze sind es keine 200 Kilometer.

 

Vor einigen Tagen fand in Satka ein besonderes Fest statt: die Einweihung neuer kirchlicher Räumlichkeiten der evangelisch-methodistischen Gemeinde. Wenn man bedenkt, dass es keine zwei Jahre her sind, seit in Russland ein restriktives Religionsgesetz eingeführt wurde, das zahlreiche Aktivitäten einschränkt oder mit administrativen und organisatorischen Auflagen verknüpft, ist schon diese Einweihung allein Grund zu besonderer Dankbarkeit.

 

Und die Mitglieder und Freunde der Kirche, die monatelang Zeit und Geld für die hellen und einladenden Räumlichkeiten investiert hatten, waren denn auch von Freude und Dankbarkeit erfüllt. Nicht weil sie sich ein schönes Zuhause, einen sicheren Rückzugsort geschaffen hatten. Sondern weil sie jetzt ein besonderes Werkzeug der Hoffnung in Händen halten. Ein Werkzeug, das sie für den Bau an der neuen Welt Gottes einsetzen möchten.

 

Doch die von Bischof Eduard Khegay geleitete feierliche Einweihung der neuen Räumlichkeiten war nicht alles. Im selben Gottesdienst folgte auch die Taufe eines kleinen Jungen – und die kirchliche Trauung eines Paares.

 

Nicht immer wird in diesen Räumlichkeiten ein Fest dem anderen folgen. Die Menschen der Gemeinde vertrauen aber darauf, dass Gott auch durch ihr Teilen des Glaubens und durch ihren Dienst das Leben anderer Menschen zum Blühen bringen kann.

 

Quelle: EMK Eurasien / Urs Schweizer, Sekretariat des Bischofs, Zürich 


United Methodist Church