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Verstand und Schrift

"Ich lasse mich selten durch Eindrücke leiten, sondern im allgemeinen durch den Verstand und die Heilige Schrift."

John Wesley (1703 - 1791)

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Mittwoch 28. Februar 2018 09:00Alter: 287 days
/ Kategorie: Weltweit

Gesundheitszentren der EMK in der DR Kongo geplündert

Mai-Mai-Rebellen haben zwei Gesundheitszentren der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Demokratischen Republik Kongo geplündert und einen Krankenpfleger entführt.

Trostloser Anblick im geplünderten Gesundheitszentrum

Es war Nacht, als der diensthabende Krankenpfleger im Kibombo-Gesundheitszentrum der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) plötzlich Geräusche hörte, die von ausserhalb des Gebäudes kamen. Kurz darauf wurde die Eingangstür aufgebrochen, und Mai-Mai-Milizionäre traten ein. Zuerst verlangten sie Geld, mussten dann aber feststellen, dass da nur wenig zu holen war. Deshalb brachen sie auch die Apotheke auf und nahmen alle Medikamente mit. Zudem zwangen sie die Patientinnen und Patienten, sich auf den Boden zu legen, damit sie sämtliche Matratzen entfernen konnten. Den Krankenpfleger selber entführten sie, um ihn zu zwingen, verwundete Rebellen zu pflegen.

 

Erst eine Woche später konnte der Krankenpfleger wieder unversehrt nach Hause zurückkehren, dies, nachdem sowohl die EMK-Verantwortlichen als auch Vertreter der Zivilgesellschaft seine Freilassung gefordert hatten.

 

Auch das Lubao-Gesundheitszentrum in Kasongo wurde geplündert. Nach Aussagen des Personals nahmen die Rebellen alles mit, was sie nur tragen konnten – unter anderem 26 Matratzen, acht Batterien, vier Geräte für die Stromversorgung und verschiedene Mikroskope. «Das Zentrum ist völlig leer», fasste Augustin Bosenga, Distriktsvorsteher der EMK in Kasongo, die traurige Situation zusammen.

 

Die zwei Gesundheitszentren der EMK in Kibombo und Kasongo sind wichtige Einrichtungen für die ganze Region. Sie haben nicht nur je 12 Betten für stationäre Patienten, sondern unterhalten auch einen mobilen Pflegedienst.

 

Auch die EMK-Gesundheitsposten von Mutumba und Luhudi wurden von den Rebellen ins Visier genommen. Dabei wurden nicht nur die medizinischen Ausrüstungsgegenstände gestohlen, sondern in Mutumba wurde auch noch ein Feuer gelegt, das entsprechende Schäden verursachte.

 

Diese Plünderungen sind Ausdruck der allgemeinen Sicherheitslage im Ost-Kongo, wo auch die EMK, an vielen Orten die einzige vertrauenswürdige und noch funktionierende Organisation, zunehmend unter Druck kommt.

 

Quelle: United Methodist News Service


United Methodist Church