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"Ohne Nahrung kann kein Kind, ohne persönliches Gebet keine Seele wachsen."

John Wesley (1703 - 1791)

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Donnerstag 14. September 2017 09:07Alter: 129 days
/ Kategorie: Weltweit

Es begann als Mission...

Die kleine, aber beeindruckend vielseitige Arbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Senegal wird ein Distrikt der Evangelisch-methodistischen Kirche in Côte d’Ivoire.

Joseph Bleck, Missions-Superintendent der EMK in Senegal (hier anlässlich seiner Teilnahme an der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika im Jahr 2016)

1989 wurde im westafrikanischen Land Senegal eine «Missionsinitiative» der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) ins Leben gerufen. In den folgenden Jahren entstanden acht Bezirke mit 15 Kapellen und zahlreichen weiteren Predigtstationen. Rund 1'000 bekennende Glieder zählen sich heute zur EMK, in der neun «Missionspastoren» und rund 40 Laienprediger einen wertvollen Dienst tun. Die EMK ist übrigens die erste Kirche des Landes, die auch eine Pastorin hat.

 

Die rund 15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Senegals sind zu 90% Angehörige des muslimischen Glaubens, und so haben denn auch rund die Hälfte der bekennenden Glieder der EMK einen muslimischen Hintergrund. Wenn jemand zum Christentum konvertiert, dann geschieht dies ohne Druck und im Normalfall auch ohne Zerwürfnisse in den entsprechenden Familien. «Unsere Pastoren haben auch gute Beziehungen zu den lokalen Imamen», so Pastor Edgar Avitia von der Missionsbehörde der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (GBGM).

 

Verschiedene Arbeitszweige der EMK in Senegal richten sich nicht ausschliesslich an Menschen christlichen Glaubens – Gesundheitsdienste, ein Mikrokredit-Programm, eine Gefangenenarbeit, eine Berufsfachschule und Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft sind Menschen jeglichen Glaubens zugänglich. «In einer kleinen Klinik in Senegals Hauptstadt Dakar, die von lokalen Ärzten und Krankenschwestern betrieben und von regelmässig kommenden Teams aus Texas unterstützt wird, können Menschen eine kostenlose medizinische Behandlung erhalten», so Avitia. Die zwei Zentren der Berufsfachschule konzentrierten sich auf die Bereiche Kochen und Schneidern, während im Rahmen der Gefangenenarbeit vorwiegend Einrichtungen für Frauen und Jugendliche besucht würden. Auch die Mikrokredite würden in erster Linie Frauen gewährt. Die Kirche selber besteht aber zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen, und es gibt auch entsprechende Programme für Frauen, Männer und Jugendliche.

 

Weil die EMK in Senegal zu klein ist, eine eigene Jährliche Konferenz zu bilden, andererseits aber auch nicht auf ewig eine «Mission» bleiben kann, wird die Arbeit nun in einen offiziellen Distrikt der unter der Leitung von Bischof Benjamin Boni stehenden EMK in Côte d’Ivoire umgewandelt. In diesem Zusammenhang müssen nicht nur innerkirchliche Fragen geregelt werden, sondern es gilt auch Fragen des legalen Status der Kirche in Senegal zu bedenken.

 

Die EMK in Senegal ist vergleichweise klein – aber die neue Regelung ihrer Einbindung in die weltweite Kirche soll dazu beitragen, dass sie in ihrem wertvollen und gesellschaftsprägenden Zeugnis und Dienst gestärkt wird.

 

Quelle Elliott Wright / Ivy Couch, General Board of Global Ministries


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