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Glaube und Liebe

"Selbst ein Mensch mit geringen Begabungen – was kann er nicht alles tun, wenn er von Glaube und Liebe erfüllt ist."

John Wesley (1703 - 1791)

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Montag 11. Dezember 2017 11:36Alter: 224 days
/ Kategorie: Weltweit

Südkongo: Die Schulkinder sitzen auf Backsteinen

Vor allem eine gute medizinische Versorgung, die Entwicklung der Landwirtschaft und Investitionen in die Schulbildung können im Süden des Kongo die Lebensgrundlagen der Bevölkerung verbessern. Das sagte der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in dieser Region anlässlich eines Besuches in der Schweiz.

Bischof Kasap Owan Tshibang (Südkongo) möchte Spitäler Schulen und Landwirtschaft modernisieren. Die Familien sollen in Zukunft ein Einkommen haben, mit dem sie leben können.

Der Südkongo ist das Gebiet von EMK-Bischof Kasap Owan Tshibang. Verglichen mit anderen Regionen ist die politische Situation in seinem Bischofsgebiet noch relativ ruhig und stabil. Doch auch hier ist es in drei Distrikten in den vergangenen Monaten zu Rebellenangriffen gekommen. Diese hätten unter anderem auch Spitäler der Katholiken verwüstet und einer seiner Superintendenten habe sich neun Wochen lang im Dschungel verstecken müssen, sagt Bischof Kasap.

 

Ein Spital von landesweiter Bedeutung

 

Eine wichtige Funktion für das ganze Land erfülle nach wie vor das Methodistenspital in Kapanga mit seinen 220 Betten. Das Spital ist eines der grössten der insgesamt 17 Methodistenspitäler in Afrika. Am Spital gibt es auch eine Ausbildung für Pflegepersonal. In Zukunft sollten hier auch Ärzte ausgebildet werden können, sagt Bischof Kasap. So würde das Spital die Funktion eines Universitätsspitals erhalten mit Ausstrahlung auf die medizinische Versorgung im ganzen Land.

 

Auffrischung der Methodistenschulen

 

Wichtig sei zudem, die Bildung auf allen Stufen zu fördern. Viele Schulen und selbst die Universität in Mulungwishi seien sanierungsbedürftig. Besonders die älteren Primarschulen seien teilweise in schlechtem Zustand und es fehle an Infrastruktur. „Statt auf Schulbänken müssen Kinder auf Backsteinen sitzen. Das ist für das Lernen nicht gerade förderlich“, sagt Kasap. Er wünscht sich ferner mehr Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrer. Zudem sollen besonders Frauen besseren Zugang zur Bildung erhalten. „Leider gibt es noch viel zu wenig Frauen mit höherer Ausbildung“, so der Bischof.

 

Im Bischofsgebiet der EMK im Südkongo gibt es gegen eine Million Christen, die von 1000 Pfarrerinnen und Pfarrern betreut werden. Die EMK in diesem Gebiet ist in 5 Jährliche Konferenzen mit 53 Distrikten aufgeteilt. Im Oktober 2017 besuchte  Bischof Kasap Owan Tshibang zusammen mit seinen drei Kollegen aus dem Kongo die Schweiz. Connexio hat anlässlich ihres Besuches ein Dossier mit Berichten und Interviews zusammengestellt.

 

Connexio / Thomas Hanimann


United Methodist Church