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Gott dienen

"Wer wollte in unserer Zeit für einen geringeren Zweck leben als Gott zu dienen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Freitag 13. Mai 2011 11:19Alter: 8 yrs
/ Kategorie: Schweiz, Weltweit, Frankreich, Europa, JK CH-F

Bischof Heinrich Bolleter wird 70 Jahre alt

Am 13. Mai 1941 wurde Heinrich Bolleter in Zürich geboren – heute feiert er seinen 70. Geburtstag.

«Das Beste von allem ist, dass Gott mit uns ist.» Was John Wesley vor über 200 Jahren sagte, steht auch über dem Leben von Bischof Heinrich Bolleter – und es hat sich sowohl in schönen als auch schwierigen Zeiten als Realität erwiesen. Dass dieses Zitat selbst im Facebook-Profil von Bischof Heinrich Bolleter gefunden werden kann, ist deshalb sicher kein Zufall.

 

Nach seiner schulischen Ausbildung bis zur Matura schlug Heinrich Bolleter den Weg in den kirchlichen Dienst ein. Sein theologisches Studium absolvierte er von 1962 bis 1965 am Theologischen Seminar der (damals) Bischöflichen Methodistenkirche in Frankfurt am Main. 1969 wurde Heinrich Bolleter zum Ältesten ordiniert. In Baden, Zürich-Wipkingen, Thalwil und Zofingen hinterliess er als Gemeindepfarrer Segensspuren. Während seiner rund 10-jährigen Wirkungszeit in Thalwil war er zudem für die Redaktion der EMK-Zeitschrift «Kirche + Welt» verantwortlich.

 

Als Franz W. Schäfer, der Bischof der EMK in Mittel- und Südeuropa, 1989 in den Ruhestand trat, musste ein Nachfolger gefunden werden. Die Wahl fiel auf Heinrich Bolleter – vorerst für eine begrenzte Amtszeit von vier Jahren. Die politischen Umbrüche im östlichen Mitteleuropa und auf dem Balkan stellten ihn und die EMK schon sehr bald vor grosse Herausforderungen und Möglichkeiten. Und mit einem riesigen Engagement tat er, wozu er sich berufen und gesandt wusste. Doch trotz der vielen Aufgaben war er alles andere als ein unnahbarer Mensch. Er war den Menschen nahe, nahm sich Zeit für sie, hörte ihnen zu – und lachte auch gerne lauthals mit ihnen. Er war ein Mensch, der Gutes tat, ohne sich dabei ständig in den Mittelpunkt stellen zu müssen. Ein Mensch, der am Boden blieb und nicht eine entrückte Frömmigkeit pflegte. Ein Mensch, der die Augen vor gesellschaftlichen Veränderungen nicht verschloss, sondern stets nach Wegen suchte, das Evangelium in diesen Veränderungen glaubwürdig zu verkündigen und zu leben. Und so ist er auch heute noch.

 

1993 wurde Heinrich Bolleter als Bischof auf Lebenszeit wiedergewählt. Insgesamt 17 Jahre lang war er mit der Aufsicht über die EMK in Albanien, Algerien, Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Makedonien, Österreich, Polen, der Schweiz, Serbien, der Slowakischen Republik, der Tschechischen Republik, Tunesien und Ungarn betraut. Als er 2006 in den Ruhestand trat, hatte er nicht nur viele Spuren im missionarischen und diakonischen Handeln der EMK in 14 Ländern hinterlassen, sondern er hatte wohl auch viele Männer und Frauen geprägt – in ihrer Art, das Leben und die Menschen zu sehen, in ihrer Art, zu denken und zu glauben.

 

In diesen vielen Jahren des Dienstes war ihm Martha Bolleter-Zellweger eine wichtige Begleiterin und Stütze. 1966 – also vor 45 Jahren – hatte er sie geheiratet. Im Lauf der folgenden Jahre waren dem Ehepaar drei Kinder geschenkt worden. In der Zwischenzeit sind Heinrich und Martha Bolleter mehrfache Grosseltern.

 

2005 wurde Bischof Heinrich Bolleter von der Republik Österreich mit dem Grossen Silbernen Ehrenzeichen mit dem Stern ausgezeichnet – dies in Anerkennung seiner Verdienste um die Republik Österreich und seiner langjährigen Brückenbauer-Dienste in Südosteuropa. Und wie er schon immer Brücken gebaut hat – zwischen Kirchen, zwischen Menschen, zwischen der Kirche und den Menschen – so tut er dies auch heute noch. Zum Beispiel mit seiner Tätigkeit als Genfer Sekretär des Weltrates Methodistischer Kirchen. Aber auch mit seiner vielfältigen Schreib-, Predigt- und Lehrtätigkeit.

 

Herzliche Segenswünsche für den Weg in die Zukunft! Mögen John Wesleys Worte in allem, was kommt, eine tragende und Hoffnung spendende Realität bleiben: «Das Beste von allem ist, dass Gott mit uns ist.»

 

Quelle: Urs Schweizer, Sekretariat des Bischofs, Zürich


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