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Zeit und Ewigkeit

"Wenn wir sagen, Gott weiss alles vorher, stimmt das eigentlich nicht, denn für Gott gibt es kein Vorher und kein Nachher. Die ganze Zeit – oder vielmehr die ganze Ewigkeit – ist im selben Augenblick gegenwärtig. Uns Menschen sind nur jeweils sehr kurze Abschnitte der Ewigkeit als Zeit in die Hand gegeben."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Montag 15. Januar 2018 06:00Alter: 331 days
/ Kategorie: Weltweit, Schweiz

EMK reagiert auf Choleraepidemie im Ostkongo

Die Cholera-Epidemie im Ostkongo ist auch fünf Monate nach Ausbruch vor fünf Monaten noch nicht unter Kontrolle. Die EMK der Region ist selber von der Epidemie betroffen und engagiert sich mit präventiven Massnahmen.

Frauen und Kinder holen Wasser an einer Wasserstelle in Bukavu. Cholera-Epidemien werden meistens durch verschmutztes Wasser ausgelöst.

In der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) ist im August 2017 eine Cholera-Epidemie ausgebrochen. Trotz Massnahmen der Regierung hat sich die Epidemie weiter verbreitet. Die Provinzregierung spricht von inzwischen 13.300 Erkrankungen und 57 Toten. Bisher sind von der Weltgesundheitsorganisation seit Ausbruch der Seuche 55‘000 Fälle von Cholera erfasst worden. 1200 Menschen seien bislang daran gestorben, teilt die WHO mit. Inzwischen seien 24 der 26 Provinzen im Kongo davon tangiert.

 

Die Kirche ist besorgt über das Ausmass

Auch EMK in der Region ist von der Krankheit betroffen. In den Distrikten  Fizi und Uvira hätten sich im November 430 Kirchenmitglieder mit Cholera angesteckt, teilten die lokalen Kirchenverantwortlichen mit. Im November und Dezember wurden in den Distrikten 430 Mitglieder mit Cholera angesteckt, wie Doktor Claude Watukalusu, Gesundheitsinspektorin der Jährlichen Konferenz Kivu bekanntgegeben hat.

 

Pfarrer Duma Balganire, Superintendent in Uvira, sagte, dass seit November eine Gruppe von Freiwilligen daran sei, Wasserreinigungstabletten an den Orten zu verteilen, wo die Bevölkerung verschmutztes Trinkwasser nutze. Cholera ist eine Infektionskrankheit, die normalerweise durch verseuchtes Wasser übertragen wird. Sie verursacht schweren Durchfall und Dehydratisierung.

 

Vor allem Prävention

Der Superintendent sagte weiter, dass die Kirche den Schwerpunkt vor allem auf Prävention legen müsse und dass die Pfarrer in der Kirche jetzt regelmässig dazu aufriefen, die Hände gut zu waschen und die Erkrankten möglichst rasch in ein Gesundheitszentrum zu bringen. Der Gesundheitsverantwortliche der Jährlichen Konferenz Kivu, Doktor Claude Watukalusu, wies allerdings darauf hin, dass es in den betroffenen Regionen im Ostkongo nicht genügend Spitäler und Gesundheitszentren gebe, wo die Kranken behandelt werden können. Die Kirche hat inzwischen auch die EMK weltweit um Unterstützung gebeten.

 

Hinweis: Der Kongo durchlebt derzeit eine schwere Krise. Die EMK im Kongo unterstützt mit grossem Engagement die von Konflikten, Armut und Krankheit betroffene Bevölkerung. Dafür überwies Connexio der EMK in den vier Bischofsgebieten im Kongo im letzten November je 20‘000 USD Nothilfe. Weitere Hilfe wird dringend benötigt.

Konto: EMK in der Schweiz, Connexio, Zürich

PC 87-537056-9

IBAN CH52 0900 0000 8753 7056 9

(Nothilfe Kongo)

 

Connexio / United Methodist Communications / Thomas Hanimann


United Methodist Church