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Donnerstag 16. November 2017 17:32Alter: 310 days
/ Kategorie: Schweiz

"Weyergut" wird saniert und erweitert

Nach mehreren Jahren der Planung wird jetzt im November die dringend notwendige Sanierung des Alters- und Pflegeheim Weyergut in Wabern bei Bern in Angriff genommen. Bis im Sommer 2019 wird der Betrieb in reduzierter Form in Grosshöchstetten und Belp weitergeführt.

Das Alters- und Pflegeheim Weyergut in seinem jetzigen Zustand

„Nach über 40 Jahren intensivem Betrieb und den sich in dieser Zeit gewandelten Ansprüchen, wird eine tiefgreifende Sanierung notwendig“, heisst es in einer Medienmitteilung der Diakonie Bethanien, der das Weyergut angehört. Die sehr „einschneidenden und lärmintensiven Arbeiten“ liessen eine Weiterführung des Betriebes während des Umbaus nicht zu.

 

Anfang Juli 2017 zogen die 83 Bewohnerinnen und Bewohner an die Übergangsstandorte Belp und Grosshöchstetten um. Nach Abschluss der Arbeiten im Juni 2019 wird das Weyergut 62 Pflegeplätze sowie eine Demenzstation mit 21 Plätzen umfassen.

 

Finanzierung mit Anlagestiftung

 

Um die Sanierung des Weyerguts zu finanzieren  hat die Diakonie Bethanien eine „Sale and Rent back-Transaktion“ mit der Anlagestiftung „Patrimonium“ abgeschlossen. Patrimonium hat das Alters- und Pflegeheim ab 1. November 2017 übernommen und finanziert dessen Sanierung. Wie es in der Medienmitteilung heisst, beträgt das gesamte Investitionsvolumen von Patrimonium ins Weyergut 28 Mio. Franken.

 

Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird die Institution von der Diakonie Bethanien weiterbetrieben. Diese hat dafür mit Patrimonium einen 25-jährigen Mietvertrag abgeschlossen.

 

Fredy Jorns, der Direktor der Diakonie Bethanien, unterstreicht, dass es sich bei diesem Vorgehen um eine grundsätzliche Strategie handle, die in Zukunft bei weiteren Institutionen zum Tragen kommen soll. Diese helfe Bethanien, ihr weiteres Wachstum zu finanzieren und: „Uns ist es wichtig, als sozial-diakonische Unternehmung in Wabern weiterhin Pflegeheimplätze für alle Bevölkerungsschichten - auch für Empfängerinnen und Empfänger von Ergänzungsleistungen - anzubieten und über 100 Arbeitsplätze sichern zu können.“

 

„Für die EMK ändert sich nichts“

 

Seit der Eröffnung des Weyerguts 1976 findet das Gemeindeleben der Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in Wabern unter dem Dach des Alters- und Pflegeheims statt. Zusammen mit Bethanien hatte die EMK 1973 die Trägerschaft der Stiftung gebildet, die das Weyergut bis 2012 betrieben hat. Seit 2013 führt die Diakonie Bethanien den Betrieb selber..

Auch mit der Übergabe an Patrimonium ändere sich für die EMK Wabern nichts, versichert der Bethanien-Direktor gegenüber den „EMK-News“. Bethanien habe mit der EMK bereits einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen, so dass die Kirchgemeinde weiterhin im Weyergut Unterschlupf finden und auch den Bewohnerinnen und Bewohnern ein geistliches Angebot bieten kann.

 

Die Diakonie Bethanien mit Sitz in Zürich-Altstetten ist als ursprüngliches Diakonissenhaus seit seiner Gründung vor rund 100 Jahren eng mit der EMK verbunden. Heute sind rund 450 Mitarbeitende für Bethanien in den Bereichen Wohnen und Pflege im Alter, Tagesbetreuung für Kinder, in sozialtherapeutischen Bereichen sowie im Hotelbetrieb und der Gastronomie tätig. Die Patrimonium Anlagestiftung investiert nach eigenen Angaben „in Liegenschaften im Gesundheitssektor für die stationäre und ambulante medizinische Behandlung sowie im Sektor Alters- und Seniorenwohnen und ermöglicht den Betreibern dabei, sich auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren“. Den Pensionskassen als Anleger in der Patrimonium Anlagestiftung biete die Anlagegruppe „eine Diversifikation zu traditionellen Nutzungen im Immobiliensektor mit attraktiven und stabilen erwarteten Renditen“.

 

Quelle: www.bethanien.ch / Barbara Streit-Stettler


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