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"Beginne den Gottesdienst pünktlich und ziehe ihn nicht unnötig in die Länge. Geh in der Predigt auf die Fragen ein, die die Zuhörer bewegen. Entwickle deine Gedanken in guter, logischer Folge. Vermeide ausgefallene Wörter und Redewendungen, auch wenn sie gerade in Mode sind."

John Wesley (1703 - 1791)

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Donnerstag 01. Juni 2017 14:46Alter: 1 year
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

„Mehrheit wird von Sorgen entlastet“

An der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) vom 8. bis 11. Juni 2017 in Zuchwil soll ein heisses Eisen angepackt und diskutiert werden: Die Liegenschaftsbewirtschaftung wird bei der EMK Schweiz zentralisiert. Der EMK-Vorstand wird erste Eckdaten vorstellen und mit den Delegierten diskutieren, Beschlüsse werden in diesem Jahr aber noch keine gefällt.

Matthias Bünger (links) wird zusammen mit Daniel Eugster und Markus Steinle (nicht auf dem Bild) die neue Liegenschaftsbewirtschaftung an der Jährlichen Konferenz vorstellen.

Der EMK-Vorstand und die zuständigen Kommissionen und Ausschüsse haben festgestellt, dass für die Bezirke die Finanzierung und die Bewirtschaftung ihrer Liegenschaften eine grosse Last darstellt. Um die Bezirke von diesen Aufgaben zu entlasten, hat der EMK-Vorstand 2015 entschieden, die Bewirtschaftung aller Liegenschaften der EMK Schweiz zu zentralisieren. In der Zwischenzeit prüfte eine Arbeitsgruppe unterschiedliche Modelle und ihre Auswirkungen.

Bis zur Jährlichen Konferenz 2017 können noch nicht alle Details für das zukünftige „Immobilien-Portfolio-Management“ (IPM) der EMK Schweiz geklärt werden. Folgende Kernpunkte haben sich aber bereits herauskristallisiert: Die Liegenschaften werden aufgrund ihrer Funktion in drei Kategorien eingeteilt. Die Betriebsliegenschaften wie die Kapellen dienen dem kirchlichen Leben. Die Anlageliegenschaften wie zum Beispiel Wohnungen werden zu marktüblichen Konditionen vermietet und ihre Erträge finanzieren den Unterhalt und die Erneuerung aller Liegenschaften – auch der Betriebsliegenschaften - der EMK Schweiz. Daneben gibt es auch Immobilien, die sowohl dem kirchlichen Leben dienen, wie auch einen Anlageteil enthalten.

 

Angedacht ist, dass die EMK-Gemeinden in Zukunft vorwiegend für die Finanzierung des Innenausbaus ihrer Kapellen und übrigen kirchlichen Räumlichkeiten zuständig sein werden. Sie werden nach wie vor den Ausbaustandard ihrer Küche, die Beschaffenheit des Bodens in ihrem Gottesdienstsaal oder für den Ersatz der Orgel zuständig sein. Hingegen um die Sanierung der Aussenhülle einer denkmalgeschützten Kapelle, die sehr aufwändig und teuer ist, aber kaum etwas zur Lebendigkeit der Gemeinde beiträgt, wird zukünftig das IPM finanzieren.

 

"Solidarität auch in diesem Bereich der Kirche"

 

Die Liegenschaftsspezialisten der EMK Schweiz sind sich im Klaren, dass das IPM sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen EMK-Gemeinden haben wird. „Die grosse Mehrheit der Gemeinden können wir mit dem IPM aber von ihren Sorgen mit den Liegenschaften entlasten“, ist Matthias Bünger überzeugt. Der Co-Vorsitzende des EMK-Vorstandes erhofft sich dadurch, dass Kräfte frei werden „für das Kerngeschäft der Gemeinden, Menschen in die Nachfolge Christi zu führen, um so die Welt zu verändern“, wie die Mission der weltweiten EMK lautet. Damit die Gemeindeleitungen sich über die konkreten Auswirkungen des IPMs auf ihre EMK informieren bzw. Details klären können, planen die IPM-Fachleute aus der EMK Schweiz im April und Mai 2018 an fünf Orten Veranstaltungen, an denen sie die Umsetzung und die Rahmenbedingungen mit den einzelnen EMK-Gemeinden besprechen werden.

Bislang war sehr unterschiedlich geregelt, wer die Kosten der einzelnen Liegenschaften übernimmt bzw. wer von allfälligen Erträgen profitieren kann. Das IPM soll auch in dieser Beziehung Klärung und Vereinfachung bringen. Solidarität zu leben, auch in diesem Bereich von Kirche, solle mit dem IPM angestrebt werden, unterstreicht Matthias Bünger.

 

Autorin: Barbara Streit-Stettler


United Methodist Church