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Abendmahl

"So wie unser Leib durch Brot und Wein gestärkt wird, so stärken die Zeichen des Abendmahls, Leib und Blut Christi, unsere Seele. Diese Nahrung für die Seele gibt uns Kraft, unsere Pflicht zu tun, und bringt uns weiter auf dem Weg zur Vollkommenheit."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Donnerstag 08. Juni 2017 18:18Alter: 1 year
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

EMK will Bewirtschaftung der Liegenschaften neu organisieren

Zur Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz gehören zahlreiche Liegenschaften. Insgesamt sind es über 140 Gebäude, die von der Kirche verwaltet werden. An der Jährlichen Konferenz der EMK, die seit heute in Zuchwil bei Solothurn tagt, wurde eine neue Liegenschaftsstrategie vorgestellt und diskutiert.

Lebhafte Diskussion zur Zukunft der Liegenschaftsbewirtschaftung: Pfarrer Felix Wilhelm, Biel

Pfarrer Gunnar Wichers, Zofingen

Pfarrerin Brigitte Moser, Klingenberg

Pfarrer Christoph Schluep, Zürich 4

Ursprünglich wurden sie ehrenamtlich von engagierten Mitgliedern in den einzelnen Gemeinden betreut: Sanierungen, Umbauten, Vermietungen, Nutzungen - all das wurde vor Ort bewerkstelligt.

 

Dieses System ist nun an seine Grenzen gestossen. Komplexe Umbauten lassen sich heute nicht mehr ehrenamtlich lösen. Darum setzt die Kirche bei grösseren Projekten Fachpersonen ein. In den letzten Jahren ist eine Bewegung zu beobachten, in der immer mehr Verantwortung an Fachgremien abgetreten wird.

 

Daniel Eugster, Vorsitzender des Bau- und Verwaltungsausschusses legte dar, dass diese Liegenschaften eine wichtige Rolle in der Finanzierung kirchlicher Aufgaben spielt. Jene Liegenschaften, die ausschliesslich für das kirchliche Leben genutzt werden, sind nur ein Kostenfaktor. Andere, die auch Mietwohnungen enthalten, tragen sich selber oder tragen sogar dazu bei, die Kosten der Kirchgemeinde zu finanzieren.

 

Bei der Verwaltung der Liegenschaften sieht der Vorstand der EMK Handlungsbedarf. Zu viele Liegenschaften – teilweise an hervorragender Lage – sollen professionell bewirtschaftet werden. Er möchte darum eine tiefgreifende Neuerung einführen: Die Liegenschaften sollen zukünftig zentral bewirtschaftet werden. Einzelne Kirchgemeinden werden ähnlich wie bei einem Stockwerkeigentum die Verantwortung für die von ihnen genutzten Räume tragen. Sie werden aber von der Finanzierung und Durchführung grosser Bauvorhaben entlastet.

 

In der Diskussion wurden vor allem ganz praktische Fragen gestellt. Welche Aufgaben können jetzt noch ehrenamtlich geleistet werden? Wer flickt die Heizung? Welche Auswirkungen hat das auf die finanzielle Situation der einzelnen Gemeinden? Bisher wurden die Liegenschaften lokal betreut, was zu einer hohen Identifikation mit der eigenen Kirche geführt hat. Wie werden Einzelne es erleben, wenn die Verantwortung an die EMK Schweiz übergeht?

Die neue Art, Liegenschaften zu verwalten, wird zu grossen Verschiebungen führen. Die Debatte ist lanciert. Im nächsten Jahr werden die Abläufe und Reglemente angepasst. Weil so viele Leute direkt davon betroffen sind, mahnten Delegierte ein achtsames Vorgehen an. Eine möglichst breite Mitwirkung sei wünschenswert. Es ist vorgesehen, im Frühling 2018 über die konkrete Umsetzung der neuen Strategie zu informieren. Diese kann dann von den Betroffenen diskutiert werden. Die Umsetzung des neuen IPM  (Immobilien-Portfolio-Management) beginnt frühestens nach der Jährlichen Konferenz 2018.

 

Autor: Stefan Moll


United Methodist Church