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"Immer, wenn es Gott gefiel, auf Erden etwas Grosses zu tun, hat er mehr oder weniger den Pfad des Gewohnten verlassen."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Freitag 09. Juni 2017 18:53Alter: 1 year
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Einheit und Verschiedenheit - durch alle Ebenen der Kirche

Das Thema „Einheit und Verschiedenheit“ beschäftigt die Kommission für theologische und kirchliche Fragen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen: Was braucht die weltweite EMK als gemeinsame theologische Grundlage und was kann je nach Konferenzgebiet unterschiedlich geregelt werden?

Stefan Moll als Vertreter der Kommission für theologische und kirchliche Fragen vor der Jährlichen Konferenz der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika, die seit gestern in Zuchwil bei Solothurn tagte.

Walter Wilhelm wurde vom Bischof als Vorsitzender der Kommission für ordinierte Dienste (KoDi) mit Schokolade verabschiedet.

Die Generalkonferenz 2016 beauftragte den Bischofsrat, einen Ausweg aus dem jahrzehntealten Seilziehen über die Beurteilung von Homosexualität zu suchen. Die vom Bischofsrat eingesetzte international besetzte "Commission On A Way Forward" beschäftigt sich mit den Themen von menschlicher Sexualität und Einheit der Kirche. Ihr Bericht soll dem Bischofsrat anfangs 2018 vorliegen. 2019 soll eine ausserordentliche Tagung der Generalkonferenz über Anträge entscheiden.

 

In Europa möchten die Bischöfe das Thema proaktiv angehen, es in den grösseren Zusammenhang der Mission stellen und dazu beitragen, dass es nicht zum alles dominierenden Thema der Kirche wird.

In der Schweiz sucht Stefan Moll im Auftrag der Kommission für theologische und kirchliche Fragen Personen mit unterschiedlicher Meinung, die in einem vertrauensvollen Rahmen lernen, miteinander in ein Gespräch einzutreten.

 

Weltweite Kirchenordnung: mehr Verschiedenheit?

 

Bis jetzt hat die weltweite EMK eine Kirchenordnung, die nur in wenigen Bereichen adaptierbar ist und so für die gesamte Kirche gilt. Die Generalkonferenz hat sich im Jahr 2016 auf einen Weg gemacht, die weltweit gültigen Grundlagen zu straffen und andere Bereiche noch mehr in die Kompetenz der Regionen zu delegieren. Der Entwurf dieser Kirchenordnung liegt zur Vernehmlassung vor und wird von einer Arbeitsgruppe der Jährlichen Konferenz beurteilt werden.

 

Gottesdienstliturgie: gemeinsamer Leitfaden

 

Im Rahmen der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa, zu der auch die Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika gehört, sind die Grundelemente eines methodistischen Gottesdienstes beschrieben worden. Der Gottesdienst umfasst die beiden Hauptteile der biblischen Verkündigung und der Abendmahlsfeier. Ihnen fügen sich ein Eingangs- und ein Schlussteil an. Daraus ergibt sich eine elementare Gottesdienstform, welche je nach lokaler und regionaler Prägung akzentuiert und erweitert werden kann: 

  1. "Ankommen - Gott bringt uns zusammen" mit Eröffnung, Lob und Gebet
  2. "Hören - Gott spricht zu uns" mit Schriftlesungen und Verkündigung.
  3. "Teilen - Gott verbindet uns miteinander" mit der Abendmahlsfeier, der Sammlung der Gaben und Danksagung, dem Mitteilen und Anteilnehmen, den Fürbitten und dem Unser-Vater-Gebet.
  4. "Weitergehen - Gott segnet uns" mit Sendung und Segnung.

Kern der Gottesdienstgestaltung ist die Frage: "Feiern wir Gottesdienst so, dass er Menschen Raum und Möglichkeiten eröffnet, Gott zu begegnen?"

Eine besondere Herausforderung ist, die Feier des Abendmahls wieder als Herzstück eines Gottesdienstes wiederzuentdecken.

 

Einheit und Vielfalt in der Zusammenarbeit der Kirchen in der Schweiz

 

Die EMK in der Schweiz arbeitet in verschiedenen Gremien mit anderen Kirchen zusammen: In der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH), im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK), in deren Abgeordnetenversammlung Claudia Haslebacher, Distriktsvorsteherin im Berner Distrikt, seit Januar 2017 Präsidentin ist, im Verein Freikirchen Schweiz (VFG) und in der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA).

Die Kirchen sind herausgefordert: Der Bund möchte ihre Stimme hören in Fragen von Palliativ Care, der Begleitung von Sterbenden. Wer spricht wann, wie und wo für die Christen in der Schweiz? Was ist die Stimme der Kirchen bei den Jubiläen 500 Jahre Reformation und 600 Jahre Bruder Klaus? Das beschäftigt die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH).

 

Der Freikirchen-Dachverband VFG hat eine Tagung zum Thema "menschliche Sexualität" durchgeführt. Im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) ist ein Verfassungsentwurf in die Vernehmlassung gegeben worden, der vorsieht, den Namen "Evangelische Kirche Schweiz EKS" zu wählen. Die EMK soll weiterhin als Vollmitglied dabei bleiben. Zusätzlich soll ein assoziierter Status für weitere Kirchen geschaffen werden.

 

Und das Abfallkonzept der Jährlichen Konferenz?

 

Marietjie Odendaal, Vorsitzende des Ausschuss „Kirche und Gesellschaft“, nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass trotz Einweggeschirr bei der JK ein durchdachtes Abfallkonzept zur Anwendung kommt: Die Teller sind kompostierbar!

 

Autor: Walter Wilhelm


United Methodist Church