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John Wesley (1703 - 1791)

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Donnerstag 08. Juni 2017 15:26Alter: 2 yrs
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Bauprojekte: „Kommunikation ist Schwachstelle“

In einem ersten Sitzungsblock befasste sich die Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Zuchwil mit den Berichten der Kommission und Ausschüssen. Einige engagierte Voten fielen bezüglich Bauprojekten, die von Seiten der EMK Schweiz in Kirchgemeinden umgesetzt wurden. Sie forderten mehr Information und Transparenz gegenüber den Kirchgemeinden.

Co-Präsident des EMK-Vorstandes Matthias Bünger dankte Eva und Peter Binder (links) für ihren ehrenamtlichen Dienst seit 1976.

Als Einführung in den Bericht des Vorstandes an die Sitzung des Teils Schweiz skizzierte Matthias Bünger den grösseren Rahmen der Arbeit des Vorstandes, die in der Strategie „Gottes Auftrag – unser Weg“ dargelegt ist: Die Ressourcen der EMK gezielter einsetzen, um Bestehendes zu unterstützen, neue Formen von Gemeinde zu fördern, selbstbewusst unsere Mission zu leben und in Regionen missionarisch zusammenzuarbeiten. „Wir dürfen stolz sein, als Methodisten aus der Gnade Gottes heraus zu leben“, betonte er gegenüber den Delegierten.

 

Anlass zu verschiedenen Voten gaben die Antworten des Vorstandes zur Anfrage „Immobilienstrategie, Wirkung Bauprojekte“ der Jährlichen Konferenz 2016. Besonders die Kommunikation zwischen den gesamtkirchlichen Gremien und den Bezirken gab zu reden. „Bitte kommuniziert mehr und häufiger, auch wenn es nichts Neues zu sagen gibt. Gemeinden fühlen sich oft zu wenig informiert“, forderte Marc Nussbaumer die Verantwortlichen auf. Die Vertreter von Davos stimmten dem aus eigener schmerzlicher Erfahrung zu, sagten aber auch, dass das Bauprojekt eines Mehrfamilienhauses in Davos einen wichtigen Prozess in der EMK-Gemeinde vor Ort ausgelöst hat, den sie nicht mehr missen möchten. „Ich bin froh, um diesen Prozess. Wenn ich zurückschaue, haben wir das Beste daraus gemacht. Die EMK Schweiz und wir sind aufeinander zugegangen. Am Schluss ist es gut heraus gekommen“, sagte Pfarrer Stefan Pfister. Matthias Bünger bestätigte, dass die Kommunikation im Zusammenhang mit Bauprojekten eine Schwachstelle sei, man bemühe sich, diese trotz begrenzter Mittel zu verbessern.

 

Im Weiteren folgte ein Einblick in die Berichte der Kommissionen und Ausschüsse. U. a. wies Matthias Bünger auf „Krisen Intervention Konkret“ KIK hin, eine kleine, professionell arbeitende Gruppe, die rund um die Uhr über die Hotline 062 205 70 06 erreichbar ist und Gemeinden, Gruppen und Einzelne in Krisensituation berät. Der Bericht von Bildung+Beratung informierte darüber, dass sich Heidi Schnegg beruflich neu orientiert und die Fachstelle „Leben 55 plus“ verlassen hat. Matthias Bünger dankte ihr noch einmal und teilte auch mit, dass im Zusammenhang mit dem Aufbau des Bereichs Gemeindeentwicklung der Zentralen Dienste darüber entschieden wird, wie es mit der Fachstelle weitergeht. Eine Evaluation des Projekts „Leben 55 plus“ ist auf der Website der Jährliche Konferenz abrufbar.

 

Vor dem Mittagessen richtete die Konferenz schliesslich einen herzlichen Dank an Eva und Peter Binder aus. Beide haben über Jahrzehnte gesamtkirchliche Aufgaben wahrgenommen. Eva im Verein „Mutter und Kind“ in Degersheim und im Ausschuss für selbständige Werke, Peter ab 1985 als Mitglied und von 1997 bis 2005 als Vorsitzender des ehemaligen Kirchenvorstandes oder im Zahlstellenausschuss als Vorsitzender von 1988 bis jetzt. Dabei hatte er mit seinem Team auch ganz schwierige Situationen zu meistern. „Wir haben viel an Zeit und Kraft in die Kirche investiert und viel zurückbekommen. Wir haben Glücksmomente erlebt, die wir nie vergessen. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Eva Binder vor der Jährlichen Konferenz. Nun geben sie diese Aufgaben weiter. Die Co-Vorsitzenden des EMK-Vorstandes, Matthias Bünger und Bischof Patrick Streiff, sprachen beiden ihren Dank aus und die Delegierten bestätigten diesen mit Standing Ovations.

 

Autor: Stefan Zürcher


United Methodist Church