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"Immer trage ich diese Frage in meinem Herzen: Was soll ich tun, um aus meinem kurzen Leben das Beste zu machen?"

John Wesley (1703 - 1791)

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Samstag 18. Juni 2016 08:52Alter: 2 yrs
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Verfahren zur Rekrutierung von Pfarrern verfeinert

Die Kommission für ordinerte Dienste, die innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) für die Rekrutierung sowie für die Aus- und Weiterbildung der Pfarrpersonen verantwortlich ist, hat das Verfahren für die Dienstzuweisungen verfeinert. Ausserdem soll an der Theologischen Hochschule ein berufsbegleitender Masterstudiengang entwickelt werden.

Walter Wilhelm, Vorsitzender Kommission für ordininierte Dienste

Er habe der EMK-Konferenz, die seit Donnerstag in Münsingen stattfindet, den langweiligsten Bericht vorzustellen, warnte Walter Wilhelm, Vorsitzender der Kommission für ordinierte Dienste, die Delegierten. „Langweilig“ sei er, weil der Bericht in seinen wichtigen Teilen schon bekannt sei. Zum einen ging es darin um die veränderte Handhabung von Dienstzuweisungen der Pfarrerinnen und Pfarrer in ein Arbeitsfeld. Nach zwei Gesprächstagen mit den Betroffenen im Jahr 2014 und Gesprächen an den Mitarbeitertagungen für Ehrenamtliche im Jahr 2015 entwickelte die Kommission die Idee eines internen Bewerbungsverfahrens. Pfarrpersonen sollen sich ab 2017 auf Stellenausschreibungen innerhalb der EMK Schweiz bewerben können. Diese neue Möglichkeit soll die Beteiligung von Pfarrern und EMK-Gemeinden im Dienstzuweisungsverfahren stärken. Lebens-, Ehe- und Familiensituation der Pfarrerinnen und Pfarrer sollen als Chance und Gottes Gabe dabei berücksichtigt werden. So könne auch das innere Ja der Pfarrerinnen und Pfarrern zu einer Dienstzuweisung  gefördert werden, sagte Walter Wilhelm.

 

Im zweiten Teil des Berichts ging es um die Überlegung, ein berufsbegleitendes Theologiestudium an der Theologischen Hochschule Reutlingen zu entwickeln. Es habe sich gezeigt, dass sich nicht nur Menschen zwischen 20 und 30 Jahren für ein Theologiestudium interessierten. Immer wieder gebe es auch Menschen, die älter sind und in sich die Berufung zum Dienst als Pfarrer oder Pfarrerin verspüren. Deshalb haben Verantwortliche der Theologischen Hochschule, der deutschen Jährlichen Konferenzen und der Kommission für ordinierte Dienste unter Moderation von Bischof Patrick Streif überlegt, wie ein dreijähriger berufsbegleitender Masterstudiengang an der Theologischen Hochschule aussehen könnte. Die Gremien der Theologischen Hochschule wollen dieses Anliegen ausarbeiten und umsetzen. Laut Walter Wilhelm wäre damit den Menschen mit später Berufung geholfen. Zugleich würde sich die Theologische Hochschule in Reutlingen damit  in dem wachsenden Feld theologischer Ausbildungsstätten profilieren und so konkurrenzfähig bleiben.

 

Autor: Stephan Koch

 

 


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