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Reden, Schweigen

"Ich habe kaum je bereut, zu wenig gesagt zu haben, aber häufig, zu viel."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Samstag 18. Juni 2016 10:00Alter: 2 yrs
/ Kategorie: JK CH-F, Schweiz, Frankreich

Laien liessen sich aktiv auf ihr Gegenüber ein

Das Konferenzthema Soteriologie – das Reden über Erlösung – stand auch auf dem Programm der Laiensitzung der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Münsingen. Reicht es nicht, wenn wir uns schon als ganze Konferenz mehrmals damit befassen? Das fragten sich mindestens einzelne der nicht-pastoralen Delegierten.

Markus und Ruth Voegelin, bisherige Konferenzlaienführer, erhielten bei ihrer Verabschiedung einen Schirm geschenkt als Sinnbild für den Segen Gottes.

Doch anstatt einmal mehr darüber zu reden, übten die Laien ganz praktisch, über den Glauben zu reden – und vor allem aktiv zuzuhören. Unter der Leitung von Pfarrer Stefan Moll von der Arbeitsgruppe „Soteriologie“ bildeten sie immer wieder andere Zweier- oder Vierergruppen. In jeweils zwei Minuten galt es, zu verschiedenen Themen ins Gespräch zu kommen. Die Vorstellungsrunden bewältigte man noch relativ gut. In zwei Minuten zu sagen, woran man glaubt – und dabei keine vorformulierten Redewendungen zu brauchen – das war schon wesentlich anspruchsvoller. Miteinander im Gespräch zu sein und zu üben, machte den Teilnehmenden sichtlich Spass.

 

Wie gelingt es, mit Menschen über den Glauben ins Gespräch zu kommen? Wer echte, langjährige Beziehungen pflegt, wird unweigerlich in Situationen kommen, wo plötzlich Glaubensfragen auftauchen, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes oder bei einem Todesfall, erzählte Sergio Vicente aus der Gemeinde Grenchen. Was nicht geht, darüber schien man sich einig, ist Freundschaften zu pflegen, deren Hauptzweck es ist, Menschen zu evangelisieren.

 

Als Christen sind wir gefordert, uns ehrlich und echt auf andere Menschen einzulassen, von ihnen zu lernen, uns durch ihre Lebensweisen und ihre Überzeugungen auch herausfordern zu lassen. So kann sogar der Kontakt zu einer Atheistin dazu führen, das eigene Reden über den Glauben zu hinterfragen und den eigenen Glauben zu vertiefen.

 

Es war eine gute Weiterbildung, stellten die Laien am Schluss ihrer Sitzung fest. Schade eigentlich, dass unsere Pfarrerinnen und Pfarrer nicht dabei waren, denn auch sie hätten davon profitiert, meinte einige Laien.

 

Mit dieser Laiensitzung, die auf die nicht-pastoralen Konferenzmitglieder zugeschnitten ist, verabschiedeten sich Markus und Ruth Voegelin als Konferenzlaienführer. Der Bischof und die Distriktslaienführer bedankten sich bei ihnen für ihr 8-jähriges Engagement, das sichtbare Spuren in der Kirche hinterlässt.

 

Autorin: Christine Schneider


United Methodist Church