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Typisch methodistisch

"Einigkeit und Heiligkeit sind die beiden Dinge, die ich bei den Methodisten finden möchte."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Dienstag 19. Juli 2016 11:57Alter: 2 yrs
/ Kategorie: JK CH-F, Weltweit, Frankreich

Wunder in schwierigem Umfeld

Während die politische Lage in Nordafrika instabil bleibt, gibt es aus der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Algerien und Tunesien auch Hoffnungsvolles zu berichten.

Freddy Nzambe aus Tunis im seelsorgerlichen Gespräch

Daniel Nussbaumer, Pfarrer im französischen Mulhouse, koordiniert Jahren die EMK in Nordafrika. Er berichtete an der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika von seiner Arbeit in Algerien und Tunesien. Aus beiden Ländern gibt es erfreuliche und enttäuschende Nachrichten.

 

Nach wie vor ist es für Besucherinnen und Besucher aus der EMK schwierig, Visa für Algerien zu erhalten. Selbst als EMK-Bischof Patrick Streiff und Daniel Nussbaumer im Herbst 2015 den neuen Religionsminister in Alger treffen wollten, bekamen sie kein Visum.

Im Gegensatz dazu berichtet der Nordafrika-Koordinator aus dem Innern der Kirche in Algerien von Fortschritten. „Wie durch ein Wunder“ konnte ein neuer leitender Mitarbeiter für die EMK in Constantine gewonnen werden. Der Franco-Algerier liess sich in Frankreich, wo er sein Arbeitsleben verbracht hatte, pensionieren und arbeitet nun in Constantine mit. „Viele Studentinnen und Studenten, vor allem aus der islamischen Universität in Constantine, schauen in der Kirche vorbei“, heisst es im Bericht. Sie wollten sehen, was eine Kirche ist, und über theologische Fragen diskutieren.

 

In Alger sei eine „lebendige und aktive Gemeinde am Werk“, heisst es weiter. Sie sei vor allem von engagierten Studierenden aus Ländern südlich der Sahara geprägt, die Gottesdienste leiten, die Schriftlesungen übernehmen und predigen. Die EMK in Alger kann die Räume der katholischen Kirche in Hydra nutzen.

 

In Tunesien hat sich die Sicherheitslage deutliche verschlechtert. Das schwierige politische Umfeld habe aber den kirchlichen Aktivitäten in der Hauptstadt Tunis keinen Abbruch getan. Der EMK-Pfarrer Freddy Nzambe ist neu verantwortlicher Pfarrer der reformierten Gemeinde in Tunis, mit der die EMK in Tunesien zusammenarbeitet. Je rund 100 Personen besuchten seine beiden Sonntagsgottesdienste, schreibt Daniel Nussbaumer. Nach dessen Renovation hätten die Aktivitäten im methodistischen Zentrum Montfleury zugenommen. Ein Wohnheim für Studentinnen beherbergt zur Zeit vier Frauen aus Schwarzafrika. Diese werden vom Pfarrerehepaar in ihrer schwierigen Situation als Ausländerinnen in Algerien begleitet. Monfleury ist zudem Begegnungsort für eine englischsprachige Kirchgemeinde und Bibliothek. 2015 fanden dort Pfarrversammlungen und Feste aller Art statt.

 

Quelle: Berichtsheft Jährliche Konferenz / Barbara Streit-Stettler


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