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Dienstag 19. Dezember 2017 15:41Alter: 124 days
/ Kategorie: Europa, Aus den Gemeinden

Taizé-Treffen in Basel: Zusätzliche Gastgeber gesucht

17‘000 bis 18‘000 junge Erwachsene werden Ende Dezember am europäischen Taizé-Jugendtreffen in Basel teilnehmen. Dies sind wesentlich mehr als die ursprünglich erwarteten 15‘000. Die dreii Basler Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) und deren Kirchenglieder beherbergen ebenfalls jugendliche Gäste.

Vor 10 Jahren feierten die Jugendlichen in Genf. Nun bereitet sich Basel auf das grosse Treffen vor. (Bild: taize.fr)

„Die Tausenden von Jugendlichen, die Basel über Silvester in Beschlag nehmen, werden nicht unbemerkt bleiben“, sagt Sven Büchmeier, Pfarrer in der EMK Birsfelden, und gibt damit seiner Freude über das Taizé-Treffen vom 28. Dezember bis zum 1. Januar in Basel Ausdruck. Zusammen mit der Stiftung Diakonat Bethesda und der reformierten Kirchgemeinde Birsfelden sorgt seine EMK-Gemeinde für 150 Schlafplätze. Zusätzlich findet jeweils das Morgengebet für die Jugendlichen, die vor Ort in Kirchen und privaten Unterkünften übernachten, in der EMK in Birsfelden statt. Auch die EMK Allschwilerplatz und Kleinbasel haben zum Teil in Zusammenarbeit mit den Reformierten Übernachtungsmöglichkeiten organisiert. Trotz all dieser Bemühungen fehlen wegen des unerwarteten Andrangs 14 Tage vor dem Grossanlass noch Betten für 7000 Jugendliche. Das sei für solche Treffen „eher normal“, meint Taizé-Bruder Frère Richard vor den Medien. Es gebe auch Ausweichweichmöglichkeiten. Aber jetzt würde man „stark daran arbeiten, dass wir die nicht brauchen“.

 

Zwei Quadratmeter Platz und vier einfache Frühstücke

 

Der Aufwand für die Gastgeber hält sich in Grenzen: Die Teilnehmenden reisen mit Schlafsack und Isomatte an. „Zwei Quadratmeter auf dem Boden reichen“, sagt Anneke Gerken, die als eine von zwölf jugendlichen Freiwilligen seit September im Vorbereitungsteam arbeitet. Dazu kommen viermal ein einfaches Frühstück und am Abreisetag ein Mittagessen. Auch an Zeit müssen die Gastgeber nicht viel investieren, denn die Gäste sind von acht Uhr morgens bis zehn Uhr nachts ausser Haus.

 

Nicht alle Jugendlichen werden auf Schweizer Boden übernachten. Jeweils ein Viertel der Teilnehmenden werden im benachbarten Elsass und in Südbaden – hier jedoch ohne EMK-Beteiligung - untergebracht.

 

Es ist das erste Mal, dass das Treffen so international aufgestellt ist. „Das hat die Einladung aus Basel für Taizé besonders attraktiv gemacht“, sagt der Frère Richard. Die Einladung sei von ganz verschiedenen Kirchen aus drei Ländern ausgegangen und entspreche damit genau der Intention dieser Treffen: Durch persönliche Begegnung über Landes- und Kirchengrenzen hinweg Vertrauen und Versöhnung zu schaffen.

 

Ein Treffen, drei Länder, vier Zonen

 

Die logistischen Herausforderungen sind gewaltig. Mehr als 240 Busse aus ganz Europa werden am 28. Dezember in Basel, Saint-Louis und Lörrach eintreffen. Von dort werden die Jugendlichen in 95 Gastgemeinden in Basel und der Umgebung von Mulhouse, Zofingen, Schopfheim und Delémont verteilt. Die Thementreffen zu Glauben, Kultur und Politik und das gemeinsame Abendgebet finden in Basel statt.

 

„Das sind 17‘000 Menschen, die jeden Tag in einem relativ kurzen Zeitfenster nach Basel kommen“, sagt Pietro Buonfrate von den SBB, der den ÖV-Transport koordiniert. Dafür mussten nicht nur Sonderzüge organisiert und die S-Bahnfrequenzen verstärkt werden. Eine besondere Herausforderung sei es gewesen, über zehn verschiedene Transportunternehmen aus drei Ländern mit vier verschiedenen Tarifzonen unter einen Hut zu bringen. Aber es hat geklappt: Während des Treffens können alle mit ihrem Teilnehmerausweis umsonst die öffentlichen Verkehrsmittel im Dreiländereck benutzen.

 

Quelle: Marianne Weymann, www.ref.ch / BSt.


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