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Abendmahl

"So wie unser Leib durch Brot und Wein gestärkt wird, so stärken die Zeichen des Abendmahls, Leib und Blut Christi, unsere Seele. Diese Nahrung für die Seele gibt uns Kraft, unsere Pflicht zu tun, und bringt uns weiter auf dem Weg zur Vollkommenheit."

John Wesley (1703 - 1791)

Newsdetail

Dienstag 20. Juni 2017 17:27Alter: 1 year
/ Kategorie: Aus den Gemeinden, JK CH-F

Spe(c)ktakel als offene Tischgemeinschaft

In diesem Jahr zum dritten Mal machte die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ein Spe(c)ktakel in Weinfelden. Diesmal wurde das Spanferkel nicht auf dem Marktplatz, sondern vier Minuten entfernt auf der Strasse vor der EMK-Kapelle gebraten.

Menschen beim Essen und ...

Luftballone am EMK-Kreuz in Weinfelden

Obwohl der zentrale Marktplatz diesmal bereits belegt war, liess sich die EMK im thurgauischen Weinfelden nicht beirren und veranstaltete stattdessen ein Strassenfest. Die EMK-Gemeinde dekorierte am vergangenen Samstag den gesamten Strassenabschnitt in den Flyerfarben, um auf das Fest aufmerksam zu machen. Selbst das schwere Metall-EMK-Kreuz bei der Kapelle wurde so luftiges Symbol für die Gastfreundschaft der Weinfelder EMK. Im ganzen Dorf verteilten fleissige Helferinnen und Helfer Hinweisschilder mit Luftballons. „Man konnten ihnen folgen wie einer Schnitzeljagd“, erzählt Nicole Becher, EMK-Pfarrerin vor Ort. Weitere Werbemittel für das Spe(c)ktakel waren Zeitungsartikel und Flyer.

 

Auch das Essensangebot wurde in diesem Jahr verändert: Neben dem fast schon traditionellen  Spanferkel gab es Pouletwürstchen und Grillkäse. „Wir realisierten, dass wir die Muslime aus dem Treffpunkt für Asylbewerber, den wir als Kirche mittragen, ansonsten nicht einladen können“, begründet die Pfarrerin die Umstellung.

 

Trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen im Dorf kamen immer wieder Menschen vorbei, verweilten bei den Flohmarktständen, kauften Käse und Backwaren, lauschten dem Kinderflötenensemble der benachbarten Primarschule, liessen sich in der Kaffeeecke nieder und führten angeregte Gespräche – mit Bekannten und Unbekannten. Die idealen sommerlichen Temperaturen und die vielen Luftballons unterstrichen die freundliche und offene Atmosphäre und so vergingen laut Nicole Becher die Stunden des Festes wie im Flug. Die auch am Ende des Festes immer noch fröhlichen Gesichter der fleissigen Helfer zeigten, dass das Spe(c)ktakel  im positiven Sinne des Wortes auch in diesem Jahr wieder gelungen sei. „Wir machten mit diesem Fest eine Shalom-Tischgemeinschaft lebendig“ – ganz nach dem Motto der letztjährigen Konferenz der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika zum Thema „Auf den Punkt gebracht“.

 

Hat sich nach drei Mal bereits eine Spe(c)takel-Tradition herausgebildet? „Ja“, meint die Weinfelder Pfarrerin. Wenn sie mit EMK-fremden Menschen ins Gespräch komme, brächten diese häufig das Spanferkel als Merkmal der EMK zur Sprache. „Mit dem Spe(c)takel wollten wir bewusst vom kirchlichen Basar-Image wegkommen.“ Das ist der EMK in Weinfelden offensichtlich gelungen.

 

Autorin: Nicole Becher / BSt.

 

 


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