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Dienstag 21. Februar 2017 16:00Alter: 1 year
/ Kategorie: Aus den Gemeinden

EMK gibt ihre Kapelle in Adelboden weiter

144 Jahre lang war die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in Adelboden aktiv, nun zieht sie sich aus diesem Ort zurück und hofft, ihre 28-jährige Boden-Kapelle an die Pfingstgemeinde weitergeben zu können. Einen entsprechenden Beschluss hat die Bezirksversammlung der EMK Frutigen-Adelboden am 10. Februar einstimmig gefasst.

Boden-Kapelle der EMK in Adelboden

Die EMK plant nun, ihre Gemeindearbeit in Adelboden zu beenden. Dieser Entscheid komme nicht überraschend, sondern sei der Abschluss eines längeren Prozesses, sagt Simon Zürcher, der seit 2015 als Pfarrer für die EMK-Gemeinde vor Ort zuständig ist. Nur noch rund 15 Personen hätten die Adelbodner Gemeinde aktiv mitgetragen. Ihnen sei bislang wichtig gewesen, für die Touristen vor Ort, zum Beispiel für die Feriengäste des EMK-Hotels Alpina in der Nachbarschaft, jeden Sonntag Gottesdienst anzubieten. Als EMK-Gemeinde von Einheimischen in Adelboden hätten die verbliebenen Kirchenglieder aber wenig Perspektiven gehabt.

 

Nun gab der Wechsel des EMK-Pfarrers Ernst Hug von Frutigen nach Lyss auf Sommer 2017 den Anstoss, die Strukturen des EMK-Bezirks Frutigen-Adelboden zu überdenken. Simon Zürcher wird neu zusammen mit einer weiteren Person, die teilzeitlich als Gemeindemitarbeiterin bzw. –mitarbeiter angestellt werden soll, auch für Frutigen und Aeschi zuständig sein, jedoch weiterhin in Achseten wohnen. Der einstimmige Beschluss, die Gemeinde in Adelboden aufzulösen, sei auch dadurch zustande gekommen, dass die Chancen für eine Weiternutzung der Boden-Kapelle durch die Pfingstgemeinde gut stünden. Seit einigen Monaten hätten „informelle Gespräche mit deren Verantwortlichen“ stattgefunden. Diese hätten schon seit längerem nach grösseren Räumlichkeiten Ausschau gehalten und sähen die EMK-Kapelle mit ihren rund 150 Plätzen als gut geeignet an. Nach dem Entscheid der EMK-Bezirksversammlung seien jetzt offizielle Gespräche geplant, um im Detail abzuklären, ob ein Verkauf oder ein dauerhaftes Mietverhältnis möglich sei, sagt Simon Zürcher. Sollte die Pfingstgemeinde die Liegenschaft übernehmen, „sind alle Seiten bestrebt, dass die bisherigen Angebote für die Bevölkerung im Boden weiterlaufen können“, versichert der EMK-Pfarrer. Die bisherige EMK-Kapelle ist auch der Stützpunkt der Reformierten Kirche in diesem Teil Adelbodens. Jeden Monat fand bislang ein gemeinsamer Abendgottesdienst der EMK und der Reformierten statt. Auch wenn sich die EMK nun zurückzieht, sollen weiterhin übergemeindliche Aktivitäten wie der Mittagstisch in der Boden-Kapelle möglich sein. Auch die Reformierte Kirche, die den Bau des Kirchengebäudes 1989 mitfinanziert hatte, soll es weiterhin nutzen können.

 

Die EMK selbst wird im Frutigland aktiv bleiben, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Sowohl in Achseten, wie auch in Frutigen und in Aeschi lebten methodistisch geprägte Menschen ihre Gemeinschaft und übten sich darin, die Liebe Christi zu verschenken. Und auch in Adelboden selber werde die EMK durch ihre enge Verbindung mit dem Hotel Alpina präsent bleiben.

 

Quelle: Simon Zürcher, EMK Adelboden / Barbara Streit-Stettler


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