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"Ohne Nahrung kann kein Kind, ohne persönliches Gebet keine Seele wachsen."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 11. März 2019 14:00Alter: 7 days
/ Kategorie: Aus den Gemeinden

Methodisten feiern letzten Gottesdienst in Olten

Ein letztes Mal luden die Methodist/innen in Olten am 24. Februar zum Gottesdienst. Mehr als doppelt so viele Personen als sonst üblich kamen zusammen. Sie schauten zurück auf eine bewegte gemeinsame Geschichte.

(Bild: zVg)

Auch wenn die Stimmung im Gottesdienstraum heiter war, konnte sie nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass der Bezirk Olten mit seinen wenigen Mitgliedern kräftemässig ausgezehrt war. Immer wieder war an zurückliegenden Gemeindeversammlungen darum gerungen worden, mit welchen Daseinsformen man die Zukunft gestalten und vielleicht sogar neue Leute für das Gemeindeleben begeistern könnte.

 

Eine kostbare Perle

Vor der Predigt konnten die Gottesdienstbesucher/innen eine Bilderschau geniessen, auf der die einzelnen, wichtigen Stationen der Gemeinde und ihrer Menschen gezeigt wurden. Dabei zeigten sich die vielfältige Kontakte nach «draussen» wie die Quartierfeste, eine spontane Teilnahme an einer Demonstration in der Stadt, die Quartierzeitung und die Flüchtlingsarbeit. Die Gastpredigerin, Annemarie Studer, zitierte den Text aus Prediger 3: «Alles hat seine Zeit». Sie betonte besonders die Schlussworte: «Alles hat Gott schön gemacht zu seiner Zeit ...» Die Erinnerung werde als kostbare Perle irgendwann in ein neues Gewebe hineingewebt, so Studer.

 

Die Verheissung gilt

«Wie geht es weiter?», fragte Martin Roth, pensionierter Pfarrer, der am Ende des Gottesdienst zum Abendmahl einlud. Dies hätten so ähnlich auch die Jünger Jesu gefragt beim Passahmahl kurz vor dessen Kreuzigung. Wie die Jünger so sollten sich auch die Gemeindemitglieder in Olten an die Verheissung seiner Gegenwart halten. Weitere Zusprüche gab es zusammen mit einem traditionellen Brot, von einem eritreischen Flüchtling gebacken, von dem jede/r Gottesdienstbesucher/in ein Stück erhielt.

Als besondere Gäste waren die Konferenzlaienführer Lea und Markus Hafner als Vertreter des Vorstands anwesend. Sie beteiligten sich am Gottesdienst mit einem kurzen Grusswort und einer Ansprache an die Oltner.

 

Abschied – oder Neufangang?

Nach dem gemeinsamen letzten Mittagessen in den Gemeinderäumen lud Edeltraud Roth alle Anwesenden ein, sich ein Stofftaschentuch zu nehmen, und trug eine amüsante Anekdote zum Wesen und den Vorteilen des Tuchs aus Baumwolle vor. Letztlich liesse es sich mit einem solchen zum Abschied besser winken und ein «Bhüet di Gott» mitgeben, als mit einem störrischen Tuch aus Papierzellulose.

Es war ein Gottesdienst, der nicht so sehr wie ein Abschluss wirkte, sondern eher, als würde gerade etwas Neues beginnen.

 

Daniel Brunßen


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