Sie befinden sich hier: Startseite / News und Publikationen / News
suche

Bibel und Glauben

"Ich kann nur immer wieder die Beobachtung wiederholen, in der mich meine Erfahrung mehr und mehr bestärkt, dass die, die der Bibel nicht glauben, allem möglichen Glauben schenken."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 01. April 2019 06:31Alter: 18 days
/ Kategorie: Weltweit

Methodistenkirche in Afrika wächst - neue Struktur nötig

In Teilen Afrikas wächst die Methodistenkirche stark und soll darum neu organisiert werden. Die strukturellen Veränderungen nehmen Form an. Dafür nötige Gelder sind noch unsicher.

Bischof Gregory V. Palmer von der West Ohio Conference spricht vor dem Ständigen Ausschuss für Zentralkonferenzen während dessen Tagung in Manila. Er leitete den Unterausschuss Afrika Comprehensive Plan des Ausschusses. (Bild: Heather Hahn, UMNS).

Auf dem afrikanischen Kontinent ist die Arbeit der Methodistenkirche zur Zeit in drei Zentralkonferenzen organisiert. Nun soll eine weitere hinzu kommen, was auch bei den Bestehenden Veränderungen mit sich bringt. Die Zahl der Bischöfe soll von dreizehn auf achtzehn erhöht werden. Diesen Vorschlag verabschiedete der «Ständige Ausschuss für Zentralkonferenz-Angelegenheiten» der weltweiten Methodistenkirche bei seiner in der vergangenen Woche zu Ende gegangenen Sitzung in Manila auf den Philippinen.

Ein Beschluss nimmt Gestalt an
In Teilen Afrikas wächst die Methodistenkirche stark. 2016 hatte die Generalkonferenz, das höchste Gremium der Kirche, fünf weitere Bischöfe für die Methodistenkirche in afrikanischen Zentralkonferenzen ab dem Jahr 2021 ermöglicht. Dazu mussten die Konferenzen nach neuen Kriterien wie Anzahl der Gemeinden und ordinierten Pfarrpersonen, Grösse der Bischofsgebiete, Anzahl der Jährlichen Konferenzen (Synoden) neu geordnet werden. Die seither stattgefundenen Beratungen und Analysen führten zu dem jetzt vorgelegten Ergebnis.

Eine neue Zentralkonferenz, fünf neue Bischöfe
Der Vorschlag umfasst vier Zentralkonferenzen für Afrika nach folgender Zuordnung: Die bisherige Zentralkonferenz Kongo erhält den Namen »Zentral-Afrika«. Dazu gehören die Länder Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Sambia, Tansania und Zentralafrikanische Republik. Die Zahl der Bischöfe soll um zwei auf dann sechs erhöht werden, weil hier die Methodistenkirche besonders stark wächst.
Die bisherige Zentralkonferenz Afrika, die aus zwei geografisch getrennten Gebieten besteht, soll in zwei Zentralkonferenzen aufgeteilt werden: Die neue Zentralkonferenz Ostafrika soll die Länder Äthiopien, Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan und Uganda umfassen. Für diese Region ist ein weiterer Bischof vorgesehen, wodurch sich die Zahl der für dieses Gebiet zuständigen Bischöfe auf zwei erhöht. Die Länder Angola, Botswana, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland bilden die neu benannte Zentralkonferenz Südliches Afrika. Die Zahl der Bischöfe dort wird mit einem neuen Bischof auf fünf erhöht.
Territorial unverändert bleibt die Zentralkonferenz Westafrika mit den Ländern Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal und Sierra Leone mit dem Recht für einen weiteren Bischof. Dadurch erhöht sich die Zahl der Bischöfe für diese Region auf fünf.

Budgeteinschränkungen führen zu Unsicherheiten
Das Recht zur Bildung neuer Zentralkonferenzen obliegt der Generalkonferenz. Deshalb wird diese Empfehlung der Generalkonferenz 2020 vorgelegt, die in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota tagen wird. Für die Neubildung von Zentralkonferenzen ist eine Zweidrittelmehrheit der Delegierten nötig. Für die Bestimmung der Anzahl von Bischöfen genügt eine einfache Mehrheit.
Nach der Bestätigung durch die Generalkonferenz liegt es in der Hoheit der Zentralkonferenzen, die Grenzen ihrer Bischofsgebiete zu bestimmen und die Wahl und Zuordnung der Bischöfe vorzunehmen. Allerdings empfiehlt der «Ständige Ausschuss für Zentralkonferenz-Angelegenheiten» die Bildung von zwei neuen  Bischofsgebieten, die aus Teilen der Gebiete Nordkatanga und Südkongo geschaffen werden sollen. Er schlägt zudem vor, in den Ländern Burundi, Simbabwe und Nigeria jeweils ein neues Bischofsgebiet einzurichten.
Laut vorliegenden Informationen ist die Finanzierung der fünf zusätzlichen Bischöfe angesichts der angekündigten Budgeteinschränkungen für alle Kommissionen, Arbeitsbereiche und Einrichtungen der Generalkonferenz noch nicht gesichert. Möglicherweise können die neuen Bischofspositionen erst nach und nach installiert werden.
Nach den jüngsten statistischen Unterlagen ist die Zahl methodistischer Kirchenglieder auf dem afrikanischen Kontinent inzwischen auf rund 5,4 Millionen angewachsen. Die Neustrukturierung soll dem Wachstum der Kirche Rechnung tragen und eine effektivere Arbeit und Mission ermöglichen.

 

Klaus Ulrich Ruof, emk.de

(s. auch Heather Hahn, UMNS)


RSS NEWS FEED

Hier können Sie den
RSS News Feed
der EMK abonnieren

Wie geht das?

United Methodist Church