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Freude

"Glaube ist Liebe, Frieden und Freude im Heiligen Geist. Er ist die fröhlichste und heiterste Sache der Welt. Er ist völlig unvereinbar mit Griesgrämigkeit, Missmut, Hartherzigkeit und allem, was nicht der Sanftmut, Güte und Freundlichkeit Jesu entspricht."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 03. April 2019 11:32Alter: 17 days
/ Kategorie: Weltweit

Auf dem Weg zu einer weltweit gültigen Kirchenordnung

Die ausserordentliche Tagung der Generalkonferenz 2019 hat eine Verlangsamung der jahrelangen Bemühungen um eine weltweit gültige und auch in Afrika, Asien und Europa nicht adaptierbare Kirchenordnung bewirkt.

Bischof Patrick Streiff wendet sich in Manila an die Mitglieder des Ständigen Ausschusses für Zentralkonferenz-Angelegenheiten

Seit bald acht Jahren arbeiten sich Leitungspersonen der Kirche nun schon durch die Kirchenordnung (englisch: «Book of Discipline»). Das Ziel dieser Bemühungen ist eine Festlegung, welche Teile für die weltweite Identität der EMK unabdingbar sein und damit nicht dem Adaptionsrecht unterstehen sollen, und welche Teile von den ausserhalb der USA liegenden Gebiete, den sogenannten Zentralkonferenzen, adaptiert werden können.

 

Ursprünglich war geplant gewesen, der Generalkonferenz 2020 einen Vorschlag zur Abstimmung zu unterbreiten. Während ihres Treffens vom 21. bis 26. März 2019 in Manila (Philippinen) beschlossen die Mitglieder des Ständigen Ausschusses für Zentralkonferenz-Angelegenheiten jedoch, die Generalkonferenz-Delegierten nächstes Jahr lediglich um eine Rückmeldung zur bisherigen Arbeit an der Kirchenordnung zu bitten.

 

«Gegenwärtig spüren wir in der Kirche ein Klima grosser Angst und fehlenden Vertrauens», sagte Patrick Streiff, Bischof der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa und einer der Leiter des umfassenden Projekts. «Es ist kein guter Moment, um definitiv festzulegen, welche Möglichkeiten zur Adaption wir Teilen der Kirche geben möchten.»

 

Wenn die Delegierten derart früh nach der Generalkonferenz 2019 über eine solche Vorlage abstimmen müssten, könne sich die Diskussion leicht in eine weitere Kampfstätte verwandeln, so Streiff. «Wir würden gerade dort alles verlieren, wo wir erst lernen müssen, eine weltweite Kirche zu sein.»

 

Streiff hofft, dass die Generalkonferenz 2020 den Delegierten Raum und Zeit geben wird, um zu diskutieren, was die Kirche weltweit zusammenhält, anstatt schon definitive Entscheidungen treffen zu müssen. Die Verantwortlichen werden die Delegierten bitten, ihnen die Weiterarbeit zu ermöglichen, um dann der Generalkonferenz 2024 einen endgültigen Entwurf zur Beschlussfassung vorzulegen. Letztlich besteht ihr Ziel darin, alle essenziellen und nicht adaptierbaren Rechtstexte der Kirche in Form eines «General Book of Discipline» zusammenzufassen.

 

Lanciert worden war dieses Vorhaben von der Generalkonferenz 2012. Damals war der noch unter der Leitung von Bischof Streiff stehende Ständige Ausschuss für Zentralkonferenz-Angelegenheiten beauftragt worden, zu bestimmen, welche Rechtstexte der Kirchenordnung wirklich auf der ganzen Welt anwendbar sein sollen. Dies geschah auf dem Hintergrund der Tatsache, dass die gegenwärtig sieben Zentralkonferenzen der Kirche in Afrika (3), Europa (3) und den Philippinen (1) das verfassungsmässige Recht haben, die Kirchenordnung so zu verändern und zu adaptieren, wie es die jeweiligen missionarischen und rechtlichen Rahmenbedingungen erforderlich machen. Schon 2012 war aber festgehalten worden, dass gewisse Teile der Kirchordnung für die gesamte Kirche gelten müssten: die Verfassung, die «Grundlagen der Lehre und unser theologischer Auftrag», der «Dienst aller Christinnen und Christen» sowie die Sozialen Grundsätze. Der Fokus der Arbeit des 43-köpfigen Ständigen Ausschusses war und ist somit insbesondere auf den Teil «Organisation und Verwaltung» gerichtet. Seither hat das Gremium – neben zahlreichen anderen Anliegen, welche die Zentralkonferenzen betreffen – diesen Auftrag umzusetzen versucht, teilweise auch in Zusammenarbeit mit anderen Behörden der weltweiten Kirche. Im Mai 2019 soll die definitive Vorlage zuhanden der Generalkonferenz 2020 verabschiedet werden.

 

Bischof Streiff hat sich im Verlauf des ganzen Prozesses immer wieder für das Ziel eingesetzt, letztlich eine weniger umfangreiche, dafür weltweit anwendbare Kirchenordnung zu haben. «Es ist meine tiefe Überzeugung, dass die Kirchenordnung beschreiben soll, was uns im Wesentlichen miteinander verbindet. Um einen solchen Bund zu schaffen, brauchen wir einen Austausch, ein Reden, Teilen und Suchen nach einem Konsens darüber, was wirklich grundlegend ist.» 

 

Quelle: Heather Hahn, United Methodist News Service


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