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"Christus wird dir deinen Platz und deinen Rang zuweisen, ob er nun höher oder niedriger ist, ob es dir gut geht oder ob du leidest. Gib dich damit zufrieden, dass Christus beides, deine Arbeit und deine Situation bestimmt, dass er so oder so über dich verfügt."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 26. September 2018 11:16Alter: 26 days
/ Kategorie: Schweiz

Bekräftigung des Neins

Am heutigen Mittwoch, 26. September 2018, findet im Nationalrat eine Dringliche Debatte zum Thema «Rüstungsindustrie und Waffenexporte» statt. Der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Pfarrer Gottfried Locher, hat sich am Vortag in einem Brief an alle Nationalrätinnen und Nationalräte gewandt, um das Nein des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes zu einem erleichterten Export von Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer zu bekräftigen.

Den Frieden zu fördern und zu bewahren – dies bezeichnete Pfarrer Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), unter Bezugnahme auf das Matthäus-Evangelium, als oberstes Gebot für die christlichen Kirchen. «Die Verheissung von Frieden und der stete Einsatz dafür gehören zum Kern des christlichen Glaubens.» Gerade deshalb müsse der Handel mit Rüstungsgütern kritisch beurteilt werden. «Wer die Ausfuhr von Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer ermöglicht, exportiert nicht den Frieden, sondern läuft Gefahr, den Krieg und damit grösstes menschliches Leid zu fördern», so Locher.

 

Der SEK-Ratspräsident hatte den Bundesrat bereits am 10. September 2018 mit einem offiziellen Schreiben gebeten, auf seinen Entscheid, den Export von Rüstungsgütern zu erleichtern, zurückzukommen. Nachdem dieses Thema in der Öffentlichkeit mit zunehmender Intensität diskutiert worden war, und nachdem auch schon konkrete Vorbereitungen für eine neue Volksinitiative zum Export von Kriegsmaterial begonnen haben, findet heute Mittwoch, 26. September 2018, eine Dringende Debatte im Nationalrat statt. Im Hinblick darauf bat Locher mit seinem Schreiben nun «unsere Vertreterinnen und Vertreter im Parlament», diese sollten alles unternehmen, «dass in der schweizerischen Aussen- und Wirtschaftspolitik stets die Friedensförderung mitbedacht» werde. Er schloss seinen Brief mit der dringlichen Aufforderung: «Sagen Sie ‚Nein‘ zu einer Lockerung des Kriegsmaterialexports. Tragen wir den Frieden, in dem wir leben dürfen, auch in die Welt.»

 

Auch wenn Locher schreibt, ein erleichterter Export von Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer sei aus «evangelisch-reformierter Sicht» nicht akzeptabel, so spricht er hier auch für die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK). Denn einerseits ist diese SEK-Mitgliedskirche, und andererseits hat die EMK an der diesjährigen Tagung der Jährlichen Konferenz Ende Juni in Bülach ebenfalls beschlossen, den Bundesrat aufzufordern, auf den Entscheid für eine Erleichterung von Kriegsmaterial-Exporten in Bürgerkriegsländer zurückzukommen. 

 

Es ist somit nicht nur das Nein des SEK, das Ratspräsident Locher in seinem Schreiben bekräftigt, sondern auch das Nein der EMK.

 

Quelle: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund


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