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Singen

"Wenn Methodisten singen, dann räkeln sie sich nicht oder sitzen dabei in ungehöriger Haltung. Sie singen nicht schleppend und sich mühsam die einzelnen Worte abringend. Sie stehen vielmehr vor Gott und preisen ihn fröhlich und guten Mutes."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 31. Oktober 2018 06:30Alter: 17 days
/ Kategorie: Weltweit

«Antisemitismus ist Sünde» - Reaktionen auf den Anschlag in einer Synagoge in Pittsburgh

Nach dem Attentat in der Tree of Life-Synagoge in Pittsburgh fordert die methodistische Bischöfin der Region die Methodist/innen zu Gebet und Unterstützung auf. Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates verurteilt die Tat mit klaren Worten.

Zahlreiche Personen versammelten sich nach der Tat zu einer interreligiösen Gebetswache in der Sixth Presbyterian Church in Pittsburgh. (Bild: Rev. Dawn Hand via UMNS)

Die methodistische Bischöfin Cynthia Moore-Koikoi rief nach der Schiesserei in der Tree of Life-Synagoge in Pittsburgh, bei der am Samstag 11 Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden waren, zum Gebet auf. Je siebzehn Minuten während sieben Tagen sollten Methodist/innen still werden. «Während Sie beten, fordere ich dich auf, Gott nicht vorzuschlagen, was Gott tun soll, um Veränderungen herbeizuführen», schreibt die Bischöfin. «Ich bitte Sie vielmehr, auf Gott zu hören, damit Gott Ihnen sagen kann, was Sie sagen und was Sie tun sollen, um unseren jüdischen Schwestern und Brüdern, den Ersthelfern und all jenen, für die diese Tragödie ein früheres Trauma wieder entflammt, Trost zu spenden.»

 

Betroffenheit und Zuwendung
Nach dem Massaker am vergangenen Samstag waren mehr als tausend Menschen zu einer Mahnwache gekommen, die von Studenten der Pittsburgher Allderdice High School in der Nähe des Massakers organisiert wurde, um der Opfer zu gedenken. Im Zentrum des Geschäftsviertels Squirrel Hill fand zudem ein interreligiöser Gottesdienst in der Sixth Presbyterian Church statt. Methodistische Pfarrer/innen und Gemeindeverantwortliche im Bezirk Pittsburgh hatten den Rabbinern und Synagogen ihre Unterstützung angeboten.

 

Was jetzt zu tun ist - und was später
Bischöfin Moore-Koikoi forderte die Methodist/innen auf, sich auf die unmittelbaren Bedürfnisse der vom Massaker betroffenen Menschen zu konzentrieren: «Später sollten unsere Gebete sich dem zuwenden, wozu Gott uns auffordert, um sicherzustellen, dass Menschen aller Glaubenstraditionen Zuflucht in ihren Gotteshäusern haben. Später sollten unsere Gebete sich dem zuwenden, wozu Gott uns aufruft, um Hass in allen Spielarten zu beenden. … Aber für heute und für die nächsten Tage sollten wir uns auf die unmittelbaren Bedürfnisse derer konzentrieren, die von dem Schützen getroffen wurden».

 

In keiner Weise annehmbar
Steve Tuell, methodistischer Professor für Hebräisch und Altes Testament am Pittsburgh Theological Seminary, das mit der Tree of Life-Synagoge sehr gute Beziehungen pflegt, sagte: «Wir müssen sehr, sehr, sehr deutlich machen, dass Hass und Gewalt gegen die jüdische Gemeinschaft für die Kirche in keiner Weise annehmbar sind.» Es gebe keine Entschuldigung dafür, hier in Kategorien von «sie» und «wir» zu denken. «Es gibt schlicht nur ‹wir›.»

Auch der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Olav Fykse Tveit, brachte gegenüber den Familien, der Synagogengemeinschaft und der Stadt Pittsburgh sein Beileid zum Ausdruck und verurteilte die Tat mit sehr deutlichen Worten: «Antisemitismus ist eine Sünde gegen Gott und die Menschheit», sagte Tveit

 


Stellungnahme von Bischöfin
Stellungnahme von Olav Fykse Tveit

 

Quelle: Jim Patterson, UMNS


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