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Glück

"Gutes aller Art ist dem Christen eine Freude – wo immer er es bei den Menschen findet. Als Weltbürger geht es ihm auch um das Glück aller ihrer Bewohner."

John Wesley (1703 - 1791)

Dienstag 20. November 2018 15:55Alter: 23 days
/ Kategorie: Weltweit

Methodisten - die geniale Kirche für Millenials?

«Millenials», nach 1980 bis Anfang der 2000er geboren, fragen nach, hinterfragen, fordern heraus. Auch in der Kirche. Andrew Ponder Williams, Methodist aus Scottsdale, Arizona, nennt fünf Gründe, weshalb methodistische Gemeinden für seine Generation attraktiv sind.

(Bild: Devin Avery, Unsplash.com)

Wie sieht die Weltsicht der Generation Y, wie die Millenials auch heissen, aus? Eine Studie des  Zukunftsinstituts, beschreibt sie unter anderem so: Für die Millenials ist das Recht auf Individualismus selbstverständlich. Sie bilden sich ihren eigene Meinung. Gesellschaftliche Regeln und gesetzliche Vorgaben gelten nicht per se – sind aber auch nicht mehr, wie noch eine Generation zuvor, per se schlecht. Zugleich spielen Netzwerke, Peer Groups, tragende Beziehungen eine zentrale Rolle. Diese Gemeinschaften gestalten sie aber in einer neuen Form, ohne sich an ideologischen Vorgaben zu orientieren. Als «Digital Natives» ist ihr Lebensstil von den technischen Entwicklungen geprägt. Kreativ sich selbst neu zu entwerfen, ist eines der zentralen Themen ihrer Lebensentwürfe – online und offline. Sie beanspruchen dieses Recht für sich selbst – und gestehen es allen anderen selbstverständlich zu. Offenheit gehört grundlegend zu ihrer Weltsicht: Sie schauen über ihren Horizont hinaus und sind offen gegenüber unterschiedlichen, individuellen Lebensstilen von Homo-Ehe bis Glaubensfreiheit, von Vegantertum bis zur Legalisierung weicher Drogen.

 

Das hat Potenzial

Millenials und Methodisten? Ein Widerspruch? In einem englischsprachigen Beitrag nennt Andrew Ponder Williams fünf Gründe, weshalb er für Millenials wie sich in methodistischen Kirchgemeinden grosses Potenzial sieht:

 

Echt sein
«Wir teilen unseren Glauben authentisch», ist für ihn der erste Grund. Die Millenials seien die Generation, die Echtheit, Authentizität suche. «Kirchgemeinden sollten darum nicht versuchen, etwas anderes sein zu wollen, als sie sind.» Kleine Kirchgemeinden sollten nicht vorgeben, gross zu sein. Dies anzunehmen und als Glaubensgemeinschaft authentisch zu leben, werde auf seine Generation anziehend wirken.

 

Mystische Tradition
Ein zweiter Grund ist, dass Millenials in Traditionen verwurzelt seien. «In einer Welt, die alle fünf Minuten ihr Gesicht wandelt, hat meine Generation ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass wenn etwas die letzten Hundert Jahre bestanden hat, dass es dann schon etwas besonderes sein muss», schreibt Williams. «Tradition» habe weniger den Beiklang von «alt», sondern klinge eher nach «mystisch». «Zeigt und pflegt Eure methodistischen Traditionen mit kreative gestalteten und alltagsrelevanten Gottesdiensten», fordert er die Methodist/innen auf.

 

Grosszügige Generation
«Wir spenden grosszügig», beschreibt Williams einen dritten Grund. In dieser Hinsicht gebe es keine andere Glaubenstradition, die besser geeignet wäre, Millenials zu beteiligen als die Methodisten mit ihrer Verpflichtung, Gesundheit und Wohlergehen aller Menschen zu fördern. «Das ist ein Bereich des krichlichen Dienstes, in dem es in Ordnung ist, nicht demütig zu sein», schreibt er den Methodist/innen ins Stammbuch: «Seid mutig darin, eure Hingabe in eurem Dienst und die Wirkungen, die euer Engagement im Leben anderer Menschen hat, bekannt zu machen!»

 

Sinnvoll handeln
Darin, dass sinnvolles, zielgerichtetes Handeln und Leben für die Millenials wichtig ist, sieht Williams ebenfalls Potenzial: «Unsere methodistische Theologie eröffnet uns die Möglichkeit, eine klare Ausrichtung für unser Leben zu entwickeln.» Mentoring sei darum eine Kernaufgabe des kirchlichen Dienstes, weil daraus für beide Seiten bedeutungsvolle Beziehungen und geistliches Wachstum entstehe.

 

Auf Gnade gegründet
Schliesslich beschreibt Williams seine Generation so: «Wir sind auf Gnade gegründet». Die starke Betonung der Gnade bei den Methodist/innen sei darum für ihn immer in besonderer Weise inspirierend gewesen und sei in einer Zeit, in der die Gräben tiefer werden, besonders wichtig. «Lebt ein von der offenen Zuwendung geprägtes Leben innerhalb und ausserhalb der Kirchenmauern», fordert er darum die Methodist/innen auf. Das mache die methodistischen Gemeinden zu einzigartigen Orten, in denen der Glaube in einer generationenübergreifenden fürsorglichen Gemeinschaft gelebt werde.

 

Studie zur Generation Y / den Millenials des Zukunftsinsituts

Originalbeitrag in englisch von Andrew Ponder Williams bei UMNS

 

S.F.


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