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"Ohne Nahrung kann kein Kind, ohne persönliches Gebet keine Seele wachsen."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 28. November 2018 06:30Alter: 15 days
/ Kategorie: Europa

«Eine neue Vision für Leben und Mission der Kirche»

Können schwer zu klärende strittige Fragen in der Kirche nur gelöst werden, indem sich Wege trennen? «Nein!» antwortet der methodistische Theologe David Field. Ein Seminartag der Methodisten in Hannover zeigte dazu Wege auf. Ein weiterer entsprechender Anlass findet im Januar in Stuttgart statt.

Intensives Gespräch über strittige Themen – im Rahmen des Seminartages in Hannover. (Bild: emk.de)

Am 17. November trafen sich in Hannover rund 45 Interessierte zur Vorstellung des jüngst erschienenen Buches «Zu lieben sind wir da». Der Buchautor, David N. Field, sowie Rosemarie Wenner, die im Ruhestand lebende zuvor für Deutschland zuständige Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Deutschland, sowie der Leiter des Bildungswerks der EMK in Deutschland, Wilfried Röcker, gestalteten zusammen einen Studientag, der das Thema des Buches zum Anlass hatte. Darin geht es um die Herausforderung, wie eine Gemeinschaft in konfliktreichen Situationen Einheit und Miteinander bewahren kann. Anlass dafür, aber nicht das Hauptthema des Buches, ist die Auseinandersetzung in der Evangelisch-methodistische Kirche zu den Fragen um Homosexualität, den Umgang mit homosexuell lebenden Menschen sowie Fragen der Segnung homosexueller Partnerschaften oder die Ordination von Homosexuellen für den pastoralen Dienst.


Ein unaufgebbarer Anspruch

«Wir brauchen eine neue Vision für das Leben und die Mission der Kirche», erklärte der in Basel lebende Autor David N. Field zum Auftakt seines Vortrags die eigentliche Zielsetzung seines Buches. Der Anlass liege zwar in der seit Jahren schwelenden innerkirchlichen Auseinandersetzung um die Fragen der Homosexualität, aber die Lösung dieser Frage liege auf einer anderen Ebene. Keiner würde je auf die Idee kommen, zu seiner Frau zu sagen «Ich liebe dich, aber ich will nicht mit dir zusammen sein». Deshalb könne in strittigen Fragen innerhalb der Kirche auch nicht ernst genommen werden, wenn Menschen sagten «Ich liebe meinen Bruder und meine Schwester, aber ich will nicht mit ihnen zusammen sein». Die Einheit der Kirche auch in strittigen Fragen zu wahren, sei ein unaufgebbarer Anspruch an die Kirche. In ihr werde zwar viel über Liebe geredet, aber oft mangele es gerade daran. Der in Südafrika aufgewachsene Theologe lud seine Zuhörerschaft dazu ein, «Vielfalt, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte innerhalb unserer Gemeinschaft aus dem Blickwinkel der verwandelnden Liebe Gottes anzugehen». Wer diesen Blickwinkel einnehme, werde beim «Streben nach Einheit Meinungsverschiedenheiten nicht ignorieren, sondern als Chance behandeln».

 

Wir-Erfahrungen ermöglichen
Der Leiter des EmK-Bildungswerks, Wilfried Röcker, griff die Frage auf, wie es trotz der Unterschiedlichkeit gelingen könne, miteinander Kirche zu sein. Es sei wichtig, miteinander zu lernen, statt sich gegenseitig zu belehren. Ausserdem gehe es darum, «Wir-Erfahrungen» zu ermöglichen, die über einzelne Gemeinsamkeiten bestimmter Gruppen hinausgingen.


Vorsichtig optimistisch
In der abschliessenden Talk-Runde stellten sich Bischöfin Rosemarie Wenner und der Autor David Field den Fragen von Wilfried Röcker. Es ging dabei um die Erfahrungen, die die beiden als Mitglieder der Kommission «Ein Weg in die Zukunft» gemacht hatten. Den beiden Kommissionsmitgliedern war abzuspüren, wie ermutigend die Erfahrungen in der Kommissionsarbeit für sie waren. Mit vorsichtigem Optimismus blickten sie deshalb auch auf die im Februar kommenden Jahres stattfindende ausserordentliche Generalkonferenz. Wenn sich die Delegierten dort dafür gewinnen liessen, «den anderen nicht die Welt erklären zu wollen und nicht über Recht und Unrecht entscheiden zu müssen», könne das die missionarische Präsenz der Methodist/innen in der Welt stärken, war Bischöfin Wenner vorsichtig zuversichtlich. Voraussetzung dafür sei ein «Herz des Friedens» und eine Überzeugung, wie sie der Field’sche Buchtitel formuliert: «Zu lieben sind wir da».


Klaus Ulrich Ruof, emk.de

 

Ein weiterer Seminartag

Der nächste Einführungstag zum Buch von David N.Field «Zu lieben sind wir da. Der methodistische Weg, Kirche zu sein» findet in Stuttgart statt:
Samstag, 12. Januar 2019,
EMK-Hoffnungskirche, Silberburgstr. 134, 70176 Stuttgart
Info-Flyer, Anmeldung

 

Das Buch in der Schweiz beziehen

Einzelpersonen und Gruppen in der Schweiz können das Buch von David N.Field «Zu lieben sind wir da. Der methodistische Weg, Kirche zu sein» für den Eigenbedarf zu vergünstigten Konditionen beziehen. Weitere Informationen finden sich im aktuellen Newsletter der EMK Schweiz.

 

Weiterführende Links

Gesprächsleitfaden
Vortrag von Wilfried Röcker


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