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Verstand, Leidenschaft

"Wenn Menschen sich mehr von ihren Leidenschaften als von ihrem Verstand bestimmen lassen, ist wenig Gutes von ihnen zu erwarten."

John Wesley (1703 - 1791)

Donnerstag 31. Mai 2018 14:37Alter: 140 days
/ Kategorie: Europa

Die «Roma-Konsultationen» geben der Arbeit unter den Roma eine gemeinsame Zielrichtung

Die jährlichen Roma-Konsultationen helfen Mitarbeitenden der EMK, sich zu diesem vielschichtigen Thema auszutauschen und voneinander zu lernen. Ziel ist es, der Arbeit mit Roma eine gemeinsame Ausrichtung zu geben. Die Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander, innerhalb des Bezirks, soll ebenfalls verstärkt werden. Es gibt viele EMK-Gemeinden in Roma-Gebieten. Indem sie den Glauben verkündigen und vorleben, setzen die Gemeinden deutliche Zeichen für die Gesellschaft.

Persönliche Begegnungen im Roma-Viertel in Alsózsolca, Ungarn.

Dieses Jahr fand die Konsultation vom 24. - 27. Mai in Alsózsolca, Ungarn statt. Neben der Projektkoordinatorin von Connexio, Corinna Bütikofer, nahmen 19 Personen aus 9 Ländern teil: Bulgarien, Mazedonien, Ukraine, Ungarn, USA, Rumänien, Schweden, Schweiz, und Serbien. Gemeinsam haben sie, dass sie alle mit Roma arbeiten, oder diese Arbeit unterstützen. Connexio als Netzwerk für Mission und Diakonie will den Austausch über die Grenzen hinweg fördern und unterstützt verschiedene Projekte finanziell, damit sich die Roma-Arbeit kontinuierlich entwickeln kann.    

 

Doch wer sind diese Roma? Die einst fahrenden Roma wurden in Europa in den 1960ern oft zwangsweise sesshaft gemacht was zu negativen Auswirkungen auf ihre Kultur und Lebensweise führte. Hinzuzufügen ist - DIE Roma gibt es eigentlich nicht. Einige sprechen ihre Roma-Sprache und eine Landessprache, einige sprechen keine Roma-Sprache mehr, andere nur ihre Roma-Sprache. Durch ihre dunklere Hautfarbe unterscheiden sie sich rein äusserlich vom „Rest“ der Bevölkerung. Heute gehören sie zu den ärmsten Minderheiten in Europa, die Arbeitslosigkeit unter ihnen ist sehr hoch und die Kinder werden in staatlichen Schulen oft ausgegrenzt. Tief verankerte Vorurteile, die sich im Laufe der Zeit auch noch gefestigt haben, machen ihnen das Leben schwer. Die Roma-Gruppen haben einen starken sozialen Zusammenhalt, leiden aber oft unter den typischen Merkmalen von Armut: Alkoholismus, Teenageschwangerschaften, Betteln und Analphabetismus.

 

Was hat die EMK mit den Roma zu tun? In vielen osteuropäischen Ländern haben Pfarrpersonen der EMK gesehen, unter welchen Umständen die Roma leben und haben sich entschieden zu handeln. Die EMK von Alsózsolca hat eine der erfolgreichsten Arbeiten unter den Roma überhaupt. Bereits seit 1952 gibt es diese Gemeinde und ist damit eine der ältesten in der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa und auch zahlenmässig die grösste Roma-Gemeinde. Sie nimmt eine Brückenfunktion zur übrigen Bevölkerung der Gegend wahr und fördert die Integration der Roma in die Gesellschaft. Auch hat die Gemeinde eine sehr erfolgreiche Arbeit unter Kindern und Jugendlichen. In Ungarn hat diese Arbeit bereits eine lange Tradition, in Makedonien hingegen begann sie erst kürzlich. Angeboten werden vor allem Hilfe für Kinder in ihrer schulischen Ausbildung, Nachhilfeunterricht, sinnvolle Freizeitangebote, Tageslager und Musikunterricht, aber auch Aktivitäten und Unterstützung für die Familien.

 

Quelle: Connexio / Kristin Buchbinder und Corinna Bütikofer

 

 

 


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