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Toleranz

"Wir denken und lassen denken und bestehen nur auf einem: dem Glauben, der durch die Liebe tätig ist."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 13. August 2018 06:36Alter: 68 days
/ Kategorie: Weltweit

Kirchliche Beschwerde gegen Jeff Sessions abgelehnt

Methodist/innen in den USA hatten ein kirchenrechtliches Verfahren gegen den US-amerikanischen Justizminister Jeff Sessions angestrebt wegen seiner rigiden Einwanderungspolitik, in deren Folge unter anderem Kindern von illegalen Immigrant/innen von ihren Eltern getrennt wurden. Nun sind die Verantwortlichen zum Schluss gekommen, dass das Kirchenrecht hier nicht anwendbar sei.

(Bild: United States Congress via commons.wikimedia.org)

Jeff Sessions ist ein langjähriges Mitglied der Ashland Place United Methodist Church in Mobile, Alabama. Im Juni hatte er in einer Rede die verschärfte Einwanderungspolitik der Trump-Administration gerechtfertigt. Sie folge nationalem Interesse und diene der Sicherheit der Kinder, indem sie Eltern, die illegal einwandern wollten, davon abhalte, die gefährliche Reise in die USA mit ihren Kindern anzutreten.

 

Mit Bibelworten begründet

Seinen kirchlichen Krtitikern hielt er entgegen: «Ich würde ihnen gerne den Apostel Paulus zitieren mit seinem eindeutigen und weisen Gebot in Römer 13, den Gesetzen der Regierung zu gehorchen, weil Gott diese eingesetzt hat um der Ordnung willen». Er erntete damit innerhalb der Methodistenkirche in den USA scharfen Widerspruch.

 

Im Widerspruch zur Lehre
Eine Gruppe von rund 600 Methodist/innen hatte daraufhin kirchenrechtliche Klagen gegen Sessions eingereicht. Sie warfen ihm mit Bezug auf die Trennung der Kinder von ihren Eltern Kindesmisshandlung vor, ausserdem Rassendiskriminierung und Verbreitung von Lehren, die den anerkannten Lehren der Methodistenkirche widersprächen.

 

Kirchenrecht greift nicht
Nun haben die Verantwortlichen entschieden, dass das Kirchenrecht hier nicht zum Tragen komme. Zur Begründung heisst es in der kurzen Erklärung: «Eine politische Handlung ist kein persönliches Verhalten, wenn der politische Verantwortungsträger offizielle politische Beschlüsse umsetzt.» Sessions habe «die offizielle Politik des Präsidenten und / oder des Justizministeriums der Vereinigten Staaten» umgesetzt.

 

Theologisches Verwirrspiel
Vertreter der Kläger/innen zeigten sich enttäuscht und kritisierten den Entscheid. Das Urteil sei moralisch fragwürdig und theologisch verwirrt, schreibt etwa Kevin Carnahan, einer der Kläger, in seinem Blog.

 

Quelle: UMNS


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