Sie befinden sich hier: Startseite / News und Publikationen / News
Mittwoch 18. Oktober 2017 09:19Alter: 278 days
/ Kategorie: Weltweit

UMCOR verstärkt die Hilfsbemühungen

Während ihres Treffens vom 12. bis 14. Oktober 2017 haben die Verantwortlichen der weltweit tätigen methodistischen Missionsbehörde «Global Ministries» und des methodistischen Hilfswerks UMCOR unter anderem mehr als 7 Millionen USD für die Opfer der gewaltigen Wirbelstürme und anderer Katastrophen dieses Herbstes bewilligt. Die Hilfsbemühungen der EMK – eine professionelle und zielgerichtete Antwort auf die zerstörerischen Ereignisse der vergangenen Wochen – werden damit massiv verstärkt.

Auch im Angesicht gewaltiger Unwetterschäden - die EMK will eine Kirche sein, die nahe bei den Menschen ist.

Hector Ortiz, Bischof der Methodistenkirche von Puerto Rico, hätte eigentlich ebenfalls zu den Teilnehmenden des Treffens von «Global Ministries» und UMCOR gehört. Aufgrund der nach wie vor kritischen Situation im Land, hervorgerufen durch den Hurrikan Maria, zog er es jedoch vor, bei «seinen» Leuten zu bleiben. In einer Livestream-Unterhaltung sagte er: «Die vergangenen drei Wochen waren wirklich herzzerreissend. Tausende von Familien haben ihr gesamtes Zuhause verloren.» Umso wichtiger sei nun die Partnerschaft zwischen der Methodistenkirche von Puerto Rico und UMCOR sowie «Global Ministries».

 

Thomas Kemper, Generalsekretär von «Global Ministries», kündigte die Entsendung eines UMCOR-Beraters nach Puerto Rico an. «Die puerto-ricanischen Methodisten haben bereits in 20 Gemeinden örtliche Verteilzentren eingerichtet und versuchen auf diese Weise, den Menschen zu helfen», ergänzte er. Nachdem UMCOR sehr schnell eine Soforthilfe von USD 100'000.— nach Puerto Rico überwiesen hatte, würden nun die Abklärungen für einen zweiten, grösseren Betrag im Hinblick auf die Nothilfe- und Wiederaufbau-Bemühungen laufen. Immerhin: Bischof Ortiz konnte sich inzwischen endlich einen Stromgenerator kaufen, damit sein Kirchenbüro wieder einigermassen funktioniert.

 

Bischof Thomas Bickerton, Präsident von UMCOR, sagte, dass die EMK durch ihr Engagement in Puerto Rico eine Möglichkeit hätte, den Menschen die Hand zu reichen – inmitten eines Gebiets, das von Armut und fehlender Infrastruktur geprägt sei. Die Kosten für den Wiederaufbau würden bis zu 95 Milliarden USD betragen, so Bickerton. Dies sei ein deutlicher Hinweis an Organisationen mit religiösem Hintergrund, dass es wirklich alle Hände für die Hilfe bräuchte.

 

Thomas Kemper unterstrich, dass das Engagement der EMK in Puerto Rico langfristiger Natur sein müsse. «Ich hoffe wirklich, dass wir in Zukunft mehr vor Ort einkaufen können, anstatt es vom Ausland hinzubringen. Wir haben ein ganzes Netzwerk auf der Insel, das auch langfristig viel Gutes bewirken kann.»

 

UMCOR wird sich auch um Not- und Wiederaufbauhilfe auf einigen anderen karibischen Inseln kümmern. Dass im März dieses Jahres ein Training für Katastrophen-Koordinationspersonen methodistischer Kirchen in Zentralamerika und der Karibik durchgeführt worden war, erweise sich in diesem Zusammenhang als ausserordentlich hilfreich.

 

Andere Mittel, die bewilligt wurden, beziehen sich auf die Wiederaufbauhilfe nach den Hurrikans Harvey und Irma, die im Südosten Texas, in Teilen von Louisiana sowie in Florida grosse Schäden angerichtet hatten – unter anderem gehören auch rund 250 EMK-Gemeinden zu den Direktbetroffenen.

 

In Texas erhalten 300 schwer getroffene Haushalte neue Perspektiven für ihre Zukunft. Darüber hinaus werden in verschiedenen Bundesstaaten Koordinationsstellen eingerichtet – und in Texas auch ein «Dorf für freiwillige Helfer». All dies sind deutliche Hinweise darauf, dass die Unterstützung wirklich langfristiger Natur sein soll.

 

Die von «Global Ministries» und UMCOR bewilligten Betrage gehen zum Teil auch an Wiederaufbau-Aktivitäten, die als Antwort auf frühere Naturkatastrophen eingeleitet worden waren, so in North Carolina, Virginia, Louisiana, West Virginia und South Dakota.

 

In internationaler Hinsicht wurde zudem eine Organisation unterstützt, die sich für Minenräumungen in irakischen Gebieten und damit für eine Rückkehrmöglichkeit Vertriebener einsetzt. Ein weiterer Betrag ging an Global Refuge, eine Organisation, die in Uganda mit Flüchtlingen aus dem Süd-Sudan arbeitet. Schliesslich wurde auch zahlreichen Gesundheitsinitiativen in Sierra Leone, Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo ein substanzieller Beitrag zugesprochen.

 

Quelle: United Methodist News Service


RSS NEWS FEED

Hier können Sie den
RSS News Feed
der EMK abonnieren

Wie geht das?

United Methodist Church