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Ganzheitlichkeit

"Dem Mass unserer Liebe entspricht das Mass unseres Glücks."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 04. Oktober 2017 14:31Alter: 73 days
/ Kategorie: Aus den Gemeinden

„Kirche ist nie fertig gebaut“

Ist es nicht ein wenig übertrieben, für ein 40-jähriges Kirchengebäude ein grosses Fest zu feiern? Das fragten sich die Verantwortlichen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Stäfa-Männedorf, als sie das Jubiläum ihres kirchlichen Zentrums vorbereiteten.

Die Allianz Brass Band Männedorf bereicherte das 40-Jahr-Jubiläum.

Fest-Gemeinde beim Mittagessen im Zelt.

Angesichts der wohl gut 150 Personen, die am ersten Septembersonntag 2017 den erweiterten Gottesdienstsaal in Männedorf bis auf den letzten Platz füllten, darf diese Frage getrost verneint werden. 1977 hatte die EMK Stäfa-Männedorf das alte und etwas baufällige Haus „Elim“, eine Liegenschaft der ehemaligen „Zellerschen Anstalten“, gekauft. An dessen Stelle erbaute sie ein in die Zukunft weisendes Mehrzweckgebäude mit ansprechenden kirchlichen Räumen im Erdgeschoss und Wohnungen in zwei Obergeschossen.

 

Am Festgottesdienst sassen unter den Gemeindegliedern und Freunden der EMK auch viele geladene Gäste, die im Laufe der vier Jahrzehnte in einer besonderen Beziehung zur EMK in Männedorf gestanden hatten bzw. immer noch stehen. Sie freuten sich sichtlich über die Begegnungen mit alten Bekannten und Freunden sowie über die Möglichkeit, in diesem festlichen Rahmen Erinnerungen auszutauschen.

 

Serge Frutiger, der neue EMK-Distriktsvorsteher Nordostschweiz, predigte auf der Grundlage des Epheserbriefes, Kapitel 2, über die Kirche als Haus Gottes. Er erzählte die Geschichte eines Bausteines, dem bewusst wird, dass die eigentlichen Bausteine dieser Kirche die Menschen sind, die in diesem Gebäude ein- und ausgehen und zusammen eine Gemeinschaft bilden, „in der Gottes Geist wohnt“. Nach Serge Frutiger prägen vier Kennzeichen dieses „geistliche Gotteshaus“: Die Kirche sei nie fertig gebaut, „sie braucht Veränderung, Abbrüche und Anbauten, ohne die kostbaren Traditionen zu verlieren“. Unersetzbarer Eckstein bleibe dabei Jesus Christus. Zweitens sei die Kirche immer offen. Es gebe da keine Gäste bzw. Fremdlinge, alle Besucher und Besucherinnen seien Mitbürger und Hausgenossen. Das führt aber auch zu Spannungen und Differenzen, die ernst genommen werden müssten und die überwunden werden könnten, wenn die Gemeinde als drittes Merkmal den Frieden pflege, den Christus den Menschen gebracht hat. Miteinander und füreinander erlebten die Hausbenützer den einen Geist, der zu Gott führe, schloss der Distriktsvorsteher.

 

Nach dem Gottesdienst überbrachten Vertreterinnen und Vertreter anderer Ortskirchen Männedorfs sowie benachbarter EMK-Gemeinden eine ganze Reihe geistreicher, freundlicher und humorvoller Grussbotschaften. Diese zeigten eindrücklich, wie echt herzlich das Verhältnis unter den Kirchen vor Ort ist und wie lebhaft und gut die Ökumene in Männedorf spielt.

 

In einem hellen Zelt offerierte die feiernde EMK-Gemeinde ihren Gästen ein feines einfaches Mittagessen. Im Kirchengebäude selber konnten sich die Besucherinnen und Besucher anhand einer Ausstellung, die Theo und Dorothe Bachmann gestaltetet hatten, über die mehr als 100 Jahre alte Geschichte der EMK Stäfa-Männedorf informieren. Eine Diaschau dokumentierte das aktuelle Gemeindeleben.

 

Autor: Ernst Sommer / BSt.


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