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Bibel und Glauben

"Ich kann nur immer wieder die Beobachtung wiederholen, in der mich meine Erfahrung mehr und mehr bestärkt, dass die, die der Bibel nicht glauben, allem möglichen Glauben schenken."

John Wesley (1703 - 1791)

Dienstag 31. Oktober 2017 09:33Alter: 22 days
/ Kategorie: Schweiz

Die EMK Lenk schlägt neuen Weg ein

Vor etwas mehr als fünf Jahren machte sich die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) an der Lenk zusammen mit ihrem Pfarrer Samuel Humm auf einen Weg der Veränderung. Das Projekt, das aus dem Projektkonto der EMK Schweiz finanziert wurde, ist nun abgeschlossen worden, was aber nicht heisst, dass der Wandlungsprozess der EMK Lenk ebenfalls bereits zu einem Ende gekommen ist.

Einladender Eingang ins "Löwenzentrum" der EMK Lenk

Pfarrer Samuel Humm

„Die fünf Jahre waren lediglich eine Startphase, die uns geholfen hat, einen neuen Weg einzuschlagen“, erklärt der Lenker EMK-Pfarrer Samuel Humm. Nun müsse der Wandel noch mindestens 10 Jahre weitergehen, um von den Köpfen auch noch in die Herzen der Kirchenglieder zu rutschen.

 

Ziel des Projektes war es, dass sich die EMK Lenk von einer attraktionalen in eine missionale Kirchgemeinde verändert. Attraktionale Gemeinden, erklärt Samuel Humm, veranstalten attraktive Anlässe und Projekte, um die Menschen in die eigene Kirche zu holen. Missionale Gemeinden hingegen sähen ihren Auftrag darin, sich in die nicht-christliche Kultur senden zu lassen, um sich dort aktiv an „Gottes Schöpfungs und Erlösungshandeln“ zu beteiligen. „Damit die christliche Mission in einer leidenden Welt bedeutsam ist, muss die Kirche auf die aktuellen Fragen und Nöte ihres Umfelds eingehen“, hiess es 2012 im Antrag der EMK Lenk an den Projektausschuss der EMK Schweiz.

 

Unterdessen hat sich laut dem verantwortlichen Pfarrer der Horizont der Kirchenglieder und –freunde „erweitert“. Ihnen sei bewusst geworden, dass sie ihre Leidenschaft zum Beispiel in Dorfvereinen ausleben und trotzdem Gemeinde bauen könnten. Früher sei es nicht denkbar gewesen, dass EMKler an Anlässen der Kirchgemeinde fehlten und stattdessen Zeit mit Menschen ausserhalb der EMK verbrachten.

 

Die EMK sei früher in der Lenk oft als Sekte definiert worden, sagt der junge EMK-Pfarrer. In jüngerer Vergangenheit habe sich dieses Bild im Dorf verändert. Diese Veränderung finde über positiv erlebte Begegnungen zwischen EMK-Gliedern und der Dorfbevölkerung statt.

 

„Zurüstung nach wie vor wichtig“

 

Kehrseite dieser neuen Entwicklung sei, so Samuel Humm, dass weniger Ressourcen für das Programm in der Gemeinde selbst vorhanden seien. Die EMK Lenk sei deshalb aktuell daran, „ihr Programm zu überprüfen, um Zeit freizuschaufeln“. So habe man beispielsweise den Mittagstisch (schweren Herzens) aufgegeben, weil für dessen Organisation niemand mehr gefunden werden konnte.

Durch die Veränderung der Ausrichtung der Gemeinde, habe die Wichtigkeit der Zurüstung und Ermutigung von Gemeindegliedern in Gottesdiensten und Hauskreisen stark zugenommen, meint Samuel Humm.

 

„Glücklich“ nach dem Jubiläumsjahr

 

Grundlage des Wandels in Lenk bildete eine Umfrage, die die EMK 2015 bei den Dorfbewohnerinnen und –bewohnern durchführte. Diese zeigte, wie die Kirche vor Ort wahrgenommen wird. Jedes Kirchenglied erhielt im Frühling Umfragebögen, die es je einer gegenüber Kirche und Gott gutgesinnten und einer kritischen Person und einem Nachbarn persönlich zum Ausfüllen vorbeibringen sollte. Im Herbst stellten sich die EMKler denselben Fragen, die sie zuvor den kirchenfremden Personen gestellt hatten. Beide Sichtweisen wurden schliesslich einander gegenüber gestellt. Kernergebnisse waren, dass die Lenker und Lenkerinnen die EMK über persönliche Beziehungen, nicht aber über Kirchenanlässe oder Medienberichte kennen. Das EMK-Projektteam schloss daraus, dass „wir Tiefen-Qualität in Beziehungen leben müssen“ und der Schwerpunkt der EMK nicht in Anlässen, sondern Beziehungen liegen soll.

 

2016 feierte die EMK das 20-jährige Jubiläum ihres "Löwenzentrums“, ursprünglich ein Restaurant mitten im Dorf, wo die EMK nun zuhause ist. Das Jubiläumsjahr trug das Oberthema „Begegnungen mit dem Nächsten“. Unter anderem strich die EMK 20 Gottesdienste und machte sich stattdessen mit 20 „Begegnungsmöglichkeiten“ im Dorf erlebbar. Diese führten für die EMK-Glieder und –Freunde wiederum zu zahlreichen neuen und vielfach positiven Erfahrungen. „Ende 2016 waren wir glücklich über das Erlebte im Jubiläumsjahr“, zieht Samuel Humm Bilanz.

 

Autorin: Barbara Streit-Stettler


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