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Verstand und Schrift

"Ich lasse mich selten durch Eindrücke leiten, sondern im allgemeinen durch den Verstand und die Heilige Schrift."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 06. November 2017 15:32Alter: 16 days
/ Kategorie: Schweiz

„Wenn ich auch nicht alles weiss – ich komme mit dir!“

An der „Kinder im Fokus“-Konferenz (KiFO) war die Begleitung von Kindern das Thema. Rund 420 Kindermitarbeiterinnen und Kindermitarbeiter aus unterschiedlichen Kirchen nahmen an der Tagung vom vergangenen Samstag auf St. Chrischona teil.

Hauptreferent Felix Studer zusammen mit der Moderatorin Tina Büchi im Plenum.

Das KiFo-Vorbereitungsteam: Miriam Hauri (ETG), Daniel von Reitzenstein (kids-team), Franziska Welti (KidsTreff) Sara Schmidt (Bibellesebund), Thomas Leuenberger (VFMG), Tina Büchi (FEG), Hans Forrer (Chrischona)

Als Hauptreferent sprach Felix Studer, langjähriger Dozent und erfahrener Pädagoge am Theologischen-diakonischen Seminar (TDS) in Aarau, zu den Kindermitarbeitenden. In seinem Vortrag betonte Felix Studer, dass die Bindungsfähigkeit von Kindern vom Erziehungsstil abhängig ist. Gemäss einer aktuellen Studie der Universität Zürich erfahren 45% aller Kinder in der Schweiz nicht die elterliche Zuwendung, der sie bedürfen. Oft stellen Eltern ihre eigenen Bedürfnisse vor den Erziehungsauftrag und lassen ihre Kinder dabei emotional darben. Studer machte auch deutlich, dass Schläge und Drohungen bei der Begleitung von Kindern kontraproduktiv sind und negative Auswirkungen auf deren Entwicklung haben. Gerade wenn dies mit dem Glauben gerechtfertigt wird, erhalten Kinder ein falsches Gottesbild vermittelt. Der autoritative Erziehungsstil dagegen bietet die besten Voraussetzungen für die Bindungs- und Beziehungsfähigkeit von Kindern. Dabei müsse die Ermutigung im Zentrum stehen, erklärte Felix Studer: „Ermutigte Kinder lernen die Gefühle ihrer Eltern einzuschätzen und können ihre eigenen Gefühle entwickeln.“

 

In rund 12 Seminaren wurde die Begleitung von Kindern in Kirchgemeinden und Familien in der Praxis sichtbar gemacht. So wurde u.a. das Programm „Preteens“ vorgestellt, das Kirchgemeinden und Eltern dabei unterstützt, Kinder an der Schwelle zum Erwachsenwerden zu begleiten. In einem andern Seminar wurde die Frage von Alternativen zu Strafen besprochen. Dabei stellten die Teilnehmenden fest, dass die Begleitung von Kindern eine grosse und oft auch anstrengende Arbeit ist. Es führt Erwachsene an ihre Grenzen –  und nicht immer gibt es Antworten auf Situationen und Fragen. Dies dürften Kinder auch mitbekommen, hiess es. Ein Ehepaar, das privat und beruflich mit Kindern unterwegs ist, dabei bereits schwere Zeiten und grosse Herausforderungen erlebt hat, versuchte seine Haltung den Kindern gegenüber in einem Interview im Rahmen des Plenums am Vormittag in Worte zu fassen: „Ich kann dir jetzt nicht vorausgehen. Ich kann dir nicht zeigen, wie es geht, aber ich gehe mit dir diesen Schritt. Wir gehen miteinander weiter.“

 

KiFO (Kinder im Fokus) ist ein Netzwerk von verschiedenen Kirchen und Werken in der Schweiz mit einer gemeinsamen Vision:  Kindermitarbeitende und Leitende werden durch Aus- und Weiterbildung gefördert, damit Kinder Jesus kennenlernen und im Glauben wachsen. Auch die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ist in der KIFO-Steuergruppe vertreten.

 

Bereits am übernächsten Wochenende vom 18./19. November 2017 treffen sich die Jugendmitarbeitenden aus den verschiedenen Kirchen ihrerseits zum Leiterkongress „Newleaders“.

 

Netzwerk für Kindermitarbeitende: www.kifo.ch

Netzwerk für Jugendmitarbeitende: www.newleaders.ch

 

Autor: Beat Bachmann, Zentrale Dienste, EMK Schweiz


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