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Reden, Schweigen

"Ich habe kaum je bereut, zu wenig gesagt zu haben, aber häufig, zu viel."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 27. November 2017 10:27Alter: 19 days
/ Kategorie: Weltweit

Nordkatanga: Christus in uns statt Gott weit oben

Auch im Kongo kommt die Zeit, in der der EMK-Bischof nicht mehr für alles allein verantwortlich ist. Davon ist Bischof Muyombo Mande von Nordkatanga überzeugt. Und mit grosser Hingabe arbeitet er daran, diese Vision zu verwirklichen.

EMK-Bischof Mande Muyombo in Nordkatanga möchte sein Kirche "ein bisschen ändern". Das Denken sei nämlich noch viel zu hierarchisch, sagt er.

Viele Kirchenmitglieder in seinem grossen Bischofsgebiet seien heute noch der Überzeugung, dass der Bischof alle Probleme lösen müsse, sagt Muyombo Mande, der im Frühling zum Bischof von Nordkatanga-Tanganyika-Tansania gewählt wurde. „Ich möchte diese Mentalität ein bisschen ändern“, sagt Mande. „Ich ermutige die Menschen, ihre Talente und ihr Potenzial zu nutzen und so auch in der Kirche mehr Verantwortung zu übernehmen.“

 

Gaben und Potenziale fördern

 

Dazu möchte der Bischof auch sachte an der verbreiteten theologischen Auffassung schrauben. „Die Menschen hier im Kongo sehen Gott ganz hoch oben, ganz weit von ihnen entfernt. Dabei verstehen sie noch zu wenig, was ‚Christus in uns‘ wirklich bedeutet.“

 

Bischof Mande setzt auf Weiterbildung und Beratung von Kirchenmitgliedern auf allen Ebenen. In Kamina möchte er im kommenden Sommer ein Weiterbildungsinstitut für Pfarrpersonen eröffnen. Hier sollen diese Leitungsfunktionen lernen und einüben, die auf Gaben und Potenzial abgestützt sind. Auch für die Jugendbewegung „Jeunesse pour Christ“ soll nach den Vorstellungen des Bischofs die Leiterausbildung weiter gestärkt werden. „Gut ausgebildete und motivierte junge Christen werden die Kirche und die Gesellschaft weiterbringen“, sagt er.

 

Ausbau des Gesundheitssystems

 

Die innovative Kraft der Kirche sieht Bischof Mande auch im Ausbau des Gesundheitssystems. Dadurch hat die Kirche bereits jetzt einen bedeutenden Einfluss in der Gesellschaft. „Wir waren beispielsweise die ersten, die beim Auftreten einer Cholera-Epidemie reagieren konnten“, so Mande.

Das Bischofsgebiet von Mande erstreckt sich über 460‘000 km2. Dazu gehören 4000 EMK-Kirchgemeinden, über 1000 ordinierte Pfarrpersonen und weitere 1600 Lokalpfarrerinnen und –pfarrer.

 

Link: Dossier zum Besuch der vier Bischöfe aus dem Kongo

 

Connexio/Thomas Hanimann


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