Sie befinden sich hier: Startseite / News und Publikationen / News
Freitag 09. Juni 2017 16:49Alter: 226 days
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Meinungsvielfalt als gelebter Alltag

An der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich-Nordafrika beraten und entscheiden Pfarrpersonen und Laiendelegierte gemeinsam. Nur während zwei Stunden treffen sie sich separat. An ihrer Sitzung im Rahmen der Jährlichen Konferenz 2017 befassten sich die Laien mit der Identität der EMK.

Rafael Burkhalter führte durch die Sitzung der Laiendelegierten.

Einerseits ist die EMK eine evangelische Freikirche wie andere auch. Andererseits gehört es zu ihrem Selbstverständnis, dass unterschiedliche Meinungen Platz haben. Etwas davon erlebten und praktizierten die Laiendelegierten an ihrer Sitzung, als sie in Kleingruppen über eine Reihe mehr oder weniger kontroverser Fragen diskutierten: Beten wir zum gleichen Gott wie Juden oder Muslime? Wie wörtlich soll die Bibel genommen werden? Wie soll sich die EMK zum Thema Homosexualität stellen? Ist es wichtig, dass die EMK weiterbesteht? Rafael Burkhalter, Mitglied des Jugendrates und des Laienführerkonvents, hatte diese und weitere Fragen ausgearbeitet und führte durch den Prozess.

 

Die Meinungen der Teilnehmenden gingen weit auseinander. Die Bibel soll ernst, aber nicht wörtlich genommen werden, meinten die einen. Für andere sind biblische Aussagen so anzunehmen, wie sie dastehen. Manche sehen Homosexualität als Praxis, die aus christlicher Sicht nicht akzeptabel ist, während andere meinen, dass auch homosexuell empfindende Menschen nach Gottes Bild geschaffen und darum nicht zu verurteilen sind.

 

Es wurde angeregt diskutiert und einig wurde man sich nicht. Meinungsvielfalt ist eben gelebter Alltag in der EMK. Zum Schluss erinnerte Rafael Burkhalter daran, dass schon Kirchengründer John Wesley betonte, dass sich Christen wohl immer in vielem uneinig sein würden. Sie dürfen sich dadurch aber nicht entzweien lassen sondern ihr Augenmerk auf das Wesentliche richten. Damit meint er die Liebe und Gnade von Jesus Christus.

 

Neben diesen Diskussionen nominierten die Laien zwei Personen für die Wahl in den Wahlvorschlagsausschuss: Niklaus Wynistorf und Stefan Ilg.

 

Autorin: Christine Schneider


RSS NEWS FEED

Hier können Sie den
RSS News Feed
der EMK abonnieren

Wie geht das?

United Methodist Church