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"Christus wird dir deinen Platz und deinen Rang zuweisen, ob er nun höher oder niedriger ist, ob es dir gut geht oder ob du leidest. Gib dich damit zufrieden, dass Christus beides, deine Arbeit und deine Situation bestimmt, dass er so oder so über dich verfügt."

John Wesley (1703 - 1791)

Freitag 09. Juni 2017 15:21Alter: 320 days
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Denkmal in Bewegung?

In diesem Jahr war der Bericht der Distriktsvorsteher, der heute Morgen von der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Zuchwil diskutiert wurde, von Etienne Rudolph, der für den francophonen Teil der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika verantwortlich ist, auf Französisch abgefasst worden. Deshalb konnte das tiefgründige Wortspiel „L’église – mouvement ou monument?“ in Deutsch nur bedingt herübergebracht werden.

Etienne Rudolph vertrat den Bericht der Distriktsvorsteher.

Der Bischof (rechts) verabschiedet Jörg Niederer als Distriktsvorsteher.

„Die Kirche – Denkmal oder Bewegung?“ war der Titel des Berichts der Distriktsvorsteher auf Deutsch. Etienne Rudolph, der Vorsteher des district francophone, macht darin die Sehnsucht deutlich, dass sich die EMK in Bewegung setzt und an jene Orte geht, wo Gott schon am Werk ist und wohin er die Kirchenglieder einlädt. Es wird im Bericht aber auch die Spannung deutlich, in der die Kirche steht. Die Fragen lauten: Welche Pfründe (Besitztümer) können wir getrost loswerden? Welcher Besitz besitzt uns? Was hält uns zurück? Worauf verlassen wir uns wirklich? Auf Gott?

 

Der Verfasser erinnert in seinem Bericht daran, dass Jesus Christus das Fundament der Kirche – auch der EMK – ist. Dieses Fundament sei die Legitimität „für das Handeln unserer Kirche“. Es sei die Aufgabe der Kirche, „ohne Unterlass in dieser Welt Zeugin zu sein und nicht in einer Epoche, einem Stil, einer Funktion oder einer Gewohnheit zu erstarren".

Etienne Rudolph führte verschiedene hoffnungsvolle Beispiele auf, mit denen sich EMK-Gemeinden in diesem Sinne bereits in Bewegung gesetzt haben: Alpha-Live-Kurse verschiedenenorts in Frankreich, Treffs von Flüchtlingen und andern Migranten in unterschiedlichen Formen im ganzen Gebiet der Jährlichen Konferenz oder die Wohngemeinschaft mit offenem Wohnzimmer in der ehemaligen Pfarrwohnung in Thun.

 

Es bleibt spannend zu erleben, wohin sich die EMK entwickelt und ob sie bzw. ob die Menschen in der Kirche bereit sind, etwas zu wagen, oder ob sie sich am  Ende mit frommen Sprüchen und Lippenbekenntnissen zufrieden geben. Denn eines ist sicher: Schritte zu wagen macht  Angst und erfordert auch, das eine oder andere Liebgewonnene zurückzulassen. So das Fazit der Distriktsvorsteher Stefan Zürcher (Nordwestschweiz), Jörg Niederer (Nordostschweiz), Claudia Haslebacher (Berner Distrikt) und des Verfassers des Berichts.

 

Im Anschluss an die kurze Diskussion zum Bericht wurde Jörg Niederer vom Bischof nach acht Jahren als Distriktsvorsteher verabschiedet. Er wird nach der Sommerpause die Pfarrstelle in St. Gallen übernehmen. Inzwischen wird er von Frauenfeld nach London pilgern. Er erhielt deshalb vom Bischof anlässlich seines Abschieds verschiedene nützliche Dinge wie Pflaster oder Teebeutel für seine Pilgerreise geschenkt.

 

Autoren: Christian Hagen / Barbara Streit-Stettler


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