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Freitag 09. Juni 2017 18:22Alter: 1 year
/ Kategorie: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Auf und ab in der EMK in Frankreich

Marc Berger berichtete als Präsident des Comité Directeur der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Frankreich von Erfreulichem und Schwierigem aus diesem Teil der Jährlichen Konferenz. In Nordafrika gibt es Hoffnungszeichen, wie der pensionierte Pfarrer und Nordafrika-Koordinator Daniel Nussbaumer vor der Jährlichen Konferenz in Zuchwil heute Nachmittag ausführte,

Francophone Konferenzmitglieder

Die Kirchgemeinden der EMK Frankreich sind im Elsass, in Paris, im Süden und Südwesten Frankreichs domiziliert. Die personelle Besetzung der Gemeinden mit Pfarrern gelang im vergangenen Jahr trotz Kündigungen und Pensionierungen. Der Pfarrer-Nachwuchs ist für die EMK Frankreich eine besondere Herausforderung.

 

Marc Berger dankte in seinem Bericht Jean-Philippe Waechter, der über Jahre die EMK-Zeitschrift in französischer Sprache „en route“ nebst seiner Pfarrstelle erstellt hatte. Er ging 2016 in Pension. Sein Nachfolger heisst Sébastien Schöpperle, Pfarrer im Elsass, der die Zeitschrift nun neu konzipiert hat.

 

In Paris hat die EMK-Gemeinde Gennevilliers nach einem längeren Prozess entschieden, die EMK zu verlassen. Die Gemeinde möchte sich nun dem Bund der Freien Evangelischen Gemeinden anschliessen, das entsprechende Verfahren ist eingeleitet. Demgegenüber konnte am 8. April 2017 in Agen in Südfrankreich ein neuer Gottesdienstraum eingeweiht werden.

 

Die Jugendlichen der EMK Frankreich wurden erfolgreich motiviert, beim überkirchlichen Projekt "Bouge ta France" (Bewege dein Frankreich) mitzuwirken. Nach einem zentralen Motivations-Event in Le Havre im Nordwesten von Frankreich werden nun kleine lokale Projekte mit sozialer, missionaler und anderer Ausrichtung für Noch-Nicht-Christen (Pas encore Chretiens, „PECs“) organisiert.

In Frankreich sind die wirtschaftlichen Verhältnisse schwieriger als in der Schweiz. Die EMK-Gemeinden mit ihren sehr begrenzten Finanzmöglichkeiten begegnen in ihrem Umfeld vielen Flüchtlingen und verarmten Menschen, denen es schwer fällt, den Alltag finanziell zu bewältigen.

 

Aufbruch in der Frauenarbeit in Nordafrika

 

Pfarrer Daniel Nussbaumer erzählte über die aktuelle Entwicklung in Nordafrika. Visa-Schwierigkeiten erschweren die gegenseitigen Besuche zwischen Europa und Algerien. Das Gemeindeleben steht in Algerien unter ständiger polizeilicher Überwachung. Die Christen bezeugen aber mutig in diesen schwierigen Verhältnissen das Evangelium von Jesus Christus.

 

Die algerische EMK-Frauenarbeit wurde von der designierten Laienpredigerin Fazia Belabed aus Algerien vorgestellt. Seit 2012 gibt es beispielsweise eine Frauenarbeit in Larbaa. Die Frauen haben in der Öffentlichkeit nicht einen einfachen Platz, auch in den christlichen Gemeinden nicht. Frauen können teilweise nicht zur Schule und werden durch die EMK-Frauenarbeit mit Sprachunterricht und Bibelstudium unterstützt. Ziel ist es, dass die Frauen auch geistliche Verantwortung in der EMK-Gemeinde übernehmen können. Eine Partnerschaft mit dem Frauendienst von Montélimar (Frankreich) hilft den Frauen in Larbaa ganz praktisch. Als besondere Ermutigung wertet Fazia Belabed, dass eine Frau, die von Larbaa nach Strasbourg ausgewandert ist, dort nun eine Arbeit unter Moslems begonnen hat.

 

Autor: Stefan Schnegg


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