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Singen

"Wenn Methodisten singen, dann räkeln sie sich nicht oder sitzen dabei in ungehöriger Haltung. Sie singen nicht schleppend und sich mühsam die einzelnen Worte abringend. Sie stehen vielmehr vor Gott und preisen ihn fröhlich und guten Mutes."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 10. April 2017 07:00Alter: 251 days
/ Kategorie: Weltweit

Amerikanische Methodisten tun viel für die Migranten

In Europa herrscht manchmal der Eindruck, dass man jenseits des Atlantiks den drängenden Fragen der Migration mit geradezu enervierender Gleichgültigkeit gegenüberstehe. Das Engagement der Methodisten in den USA zeigt ein anderes Bild.

Bischöfin Minerva Carcaño (San Francisco) hat das Expertentreffen zu Migrationsfragen einberufen.

Am 31. März haben sich in Atlanta 10 Organisationen der United Methodist Church (UMC) getroffen, um über ihre weltweite Arbeit in Migrationsfragen zu sprechen und diese besser zu koordinieren. Dabei war man sich einig: Die weltweiten Flüchtlingsströme sind auch eine enorme Herausforderung für die Arbeit der Methodistenkirche in den USA.

 

Kritik an Einreisebeschränkungen, Abschiebungen und Mauerbau

Im Fokus der Diskussionen standen die neuen Einreisebeschränkungen, die stark nach unten korrigierten Aufnahmezahlen von Flüchtlingen, die Abschiebung von Migranten und die Auswirkungen des Mauerbaus an der mexikanischen Grenze. Die Tagungsteilnehmer kritisierten besonders auch die Tatsache, dass Donald Trump in seinem ersten präsidialen Erlass im Januar den Plan, 110‘000 Flüchtlinge im so genannten Siedlungsprogramm aufzunehmen, auf 50‘000 gesenkt hat.

 

Je nach ihrem Arbeitsschwerpunkt riefen die Organisationen zu unterschiedlichen Massnahmen auf, um die Migranten willkommen zu heissen und ihre Integration zu unterstützen.

 

Das Treffen in Atlanta war von Bischöfin Minerva Carcaño (Bischofsgebiet San Francisco) einberufen worden. Carcaño leitet die Immigrations Task-Force der UMC. Global Ministries, das weltweite Missionswerk der UMC hat es mitorganisiert.

 

In ihrem Bischofsgebiet führe die Polizei Razzien durch, bei denen Eltern verhaftet würden, während die Kinder in der Schule seien, sagte etwa die der Tagung vorsitzende Bischöfin Minerva Carcaño. Andere schilderten die dramatischen Auswirkungen der Reisebeschränkungen, die Menschen auf der Flucht daran hinderten, in die USA einzureisen. Die Organisation „Justice for Our Neighbours“ unterstützt Zehntausende Minderjährige, die vor der Gewalt der Gangs in Honduras, El Salvador und Guatemala fliehen.

 

Kirchliche Hilfe für Migranten

Andere Organisationen setzen sich mit Sensibilisierungskampagnen und Lobbying für Migranten ein. So verbreitet die Kommunikationsabteilung der UMC Botschaften, welche Migranten willkommen heissen, und Material für Kindergruppen zum Thema Migration. Die Wohlfahrtsorganisation Wespath beteiligt sich an Petitionen an Politiker und Wirtschaftsführer im Umfeld von Präsident Trump. Auch das juristische Vorgehen einzelner Staaten gegen die Reiseeinschränkungen wird von methodistischen Organisationen, beispielsweise von der Frauenorganisation „United Methodist Women“ mitgetragen.

Es gibt Hilfswerke, die sich besonders um die Integration von Migranten kümmern. Flüchtlinge, welche von der Kirche unterstützt werden, hätten eine fünfmal bessere Chance, dass ihre Integration gelinge, wurde am Meeting festgehalten. Und die Gemeinden wurden aufgerufen, diesen Integrationsprozess mit Sponsoring von ankommenden Flüchtlingen zu verbessern.

 

Connexio /Global Ministries / Thomas Hanimann

 

 


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