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Ganzheitlichkeit

"Dem Mass unserer Liebe entspricht das Mass unseres Glücks."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 19. Oktober 2016 06:00Alter: 2 yrs
/ Kategorie: Schweiz

Jugendpfarrer-Ausbildung wird umgestaltet

Eine Arbeitsgruppe hat die Jugendpfarrer-Ausbildung der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) ausgewertet mit dem Resultat, dass sie neu konzipiert wird. Nun hat auch der EMK-Vorstand den Neuausrichtung zugestimmt.

Die fünf Jugendpfarrer-Studenten im Oktober 2014 (von links, Abschlussjahr in Klammer): Michael Breiter (2016), André da Silva Elias (2017), Lukas Schnetzler (2016), Lukas Wyser (2017), Benjamin Geiser (hat ins Theologiestudium gewechselt).

Seit 2004 wurden innerhalb der EMK Jugendpfarrerinnen und -pfarrer ausgebildet. Drei Tage pro Woche erhielten sie am Theologisch-diakonischen Seminar (TDS) in Aarau ihre theoretische Ausbildung, die übrige Zeit arbeiteten sie im Kinder- und Jugendbereich einer EMK-Gemeinde. Ab 2009 wurde die Ausbildung an die Theologische Hochschule in Reutlingen (THR) verlegt. Unterdessen haben 19 Personen diese Ausbildung abgeschlossen.

 

Nun wertete eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Distriktsvorsteher Stefan Zürcher die Jugendpfarrer-Ausbildung aus und kam zum Schluss, dass diese neu ausgestaltet werden soll. Zwar habe der Jugendpfarrer-Bachelor die Chance geboten, als Lokalpfarrer einsteigen zu können bzw. den Masterstudiengang in Theologie darauf aufzubauen. Nur drei Jugendpfarrer-Absolventen haben bislang diesen Weg eingeschlagen. Für diejenigen, die auch nach der Ausbildung als eigentliche Jugendmitarbeitende innerhalb der EMK tätig sein wollten, gab es kaum Anschlusslösungen, weil in diesem Bereich fast nur Pensen unter 50% im Angebot sind.

 

An Bewährtes wird angeknüpft

 

Bis im Sommer 2017 soll die Pfarrer- und die Jugendarbeiter-Ausbildung entkoppelt werden. Die Arbeitsgruppe prüft, inwiefern das neue Ausbildungskonzept für Jugendarbeiterinnen und -arbeiter bei der Finanzierung, der Begleitung und dem Praxisteil an die bisherigen bewährten EMK-internen Rahmenbedingungen anknüpfen kann. Geplant ist, dass zukünftige EMK-Jugendarbeitende berufsbegleitende Ausbildungsgänge anderer Institutionen wie das Theologisch-Diakonische Seminar (TDS) in Aarau absolvieren können.

 

Studienort und theologischer Schwerpunkt als Hindernisse

 

Zwar sei das Interesse an der bisherigen Jugendpfarrer-Ausbildung durchaus vorhanden gewesen, schreibt die Arbeitsgruppe. Dennoch hätten sich die meisten Interessierten aus unterschiedlichen Gründen für andere kirchliche Ausbildungsgänge entschieden. Unter anderem sei die Ausbildung an der THR „zu kognitiv und zu wenig praxisorientiert“ wahrgenommen worden. Spezifische Interessen an der Jugendarbeit hätten nur zum Teil verfolgt werden können. Der weit entfernte Studienort habe ein hohes Mass an Einschränkung und Flexibilität erfordert.

 

Alle, die zurzeit in der Ausbildung nach altem Konzept sind, werden ihre Jugendpfarrer-Ausbildung bis im Sommer 2017 ordentlich abschliessen.

 

Quelle: Bericht/Antrag an den EMK-Vorstand / Barbara Streit-Stettler


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