Sie befinden sich hier: Startseite / News und Publikationen / News
suche

Fasten

"Das Fasten ist nicht alles. Es ist nicht das Ziel selbst, aber ein kostbares Mittel, durch das Gott uns seinen Segen geben will."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 27. Januar 2016 14:02Alter: 3 yrs
/ Kategorie: JK CH-F, Schweiz, Frankreich

Konferenzsonntag bei Wilhelm Tell

Den Abschluss der Jährlichen Konferenz 2016 der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) bildet der Festsonntag im Natur-Areal der Tellspiele in Interlaken. Claudia Haslebacher, Vorsteherin des Berner Distrikts, erklärt den Zusammenhang zwischen Wilhelm Tell und dem Konferenz-Thema „Soteriologie“ (Erlösung), das sie zusammen mit einer Arbeitsgruppe gestaltet.

Freilicht-Tribüne für "Wilhelm Tell" in Interlaken

Szene aus "Wilhelm Tell"

Engagierte Menschen der EMK Interlaken sind bereits intensiv am Planen des Sonntags. Für die EMK ist es eine neue Erfahrung, einen solch grossen Anlass in einer natürlichen Umgebung – wenn auch mit überdachter Tribüne – zu gestalten.

Der Festsonntag beginnt mit einem Gottesdienst und einem Jungschi-Programm am 19. Juni 2016 um ca. 10 Uhr. Nach der Mittagspause sind alle Teilnehmenden eingeladen, eine Aufführung des „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller mitzuerleben. Der Vorstand der EMK und die Menschen der EMK Interlaken freuen sich auf viele Mit-Feiernde.

 

Wilhelm Tell als „Erlösungsmythos“ der Schweiz

 

Wie viele Nationen oder Völker kennt auch die Schweiz einen „Erlösungsmythos“, eine Erzählung, die für das nationale Freiheitsgefühl steht und etwas vom Selbstverständnis der Schweiz als Nation aufzeigt. In der Schweiz ist dies die Geschichte rund um Wilhelm Tell und den Rütlischwur, der die Freiheit von fremden Herrschern begründet haben soll. Die Sage rund um Wilhelm Tell, der nach einer brutalen Provokation des damaligen Machthabers zum Tyrannenmörder wird, und die Geschichte rund um den Rütlischwur, in dem sich drei Stände - heute Kantone - zum Aufstand gegen den habsburgischen Unterdrücker verbünden, sind die Basis für das Schauspiel von Friedrich Schiller. Das Schauspiel wurde nach mehrjähriger Entstehungszeit 1804 uraufgeführt. 15 Jahre vorher, 1789, verkündete die französische Nationalversammlung die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte. Dies war ein revolutionärer Akt nicht nur im damaligen Frankreich, sondern für ganz Europa. Auch wenn Schiller in seinem Schauspiel „Wilhelm Tell“ auf die Französische Revolution nicht direkt Bezug nimmt, denkt er seine Geschichte doch als Revolutionär: Hauptthema des Dramas ist das Spannungsverhältnis zwischen individueller Freiheit und mitmenschlicher Solidarität und das Recht auf Widerstand gegen die ungerechte Staatsgewalt. Nicht nur im Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert war „Wilhelm Tell“ revolutionär – er ist es heute noch.

 

Starke Frauen

 

Das Stück zeigt auf, dass Menschen, Völker, Gruppen in dieser Welt oft unter Unterdrückung leiden, dass Menschenrechte mit den Füssen getreten werden, und dass Erlösung nicht nur für einzelne Menschen ein Thema sein kann, sondern für die Welt Gottes.

Übrigens: Auch wenn im aktuellen Text nur Männer erwähnt werden – die starken Persönlichkeiten in dieser Sage sind die Frauen.

 

Autorin: Claudia Haslebacher


RSS NEWS FEED

Hier können Sie den
RSS News Feed
der EMK abonnieren

Wie geht das?

United Methodist Church