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Lebensziel

"Immer trage ich diese Frage in meinem Herzen: Was soll ich tun, um aus meinem kurzen Leben das Beste zu machen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Freitag 15. Juni 2012 13:34Alter: 341 days
/ Rubrik: Schweiz, Frankreich, JK CH-F

Diskussion über Liegenschaftsstrategie im 2013

 

Mit einem Antrag verlangten drei Pfarrer unter dem Traktandum „Kirchenvorstand“, dass an der Jährlichen Konferenz 2013 über die Liegenschaftspolitik der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) grundsätzlich diskutiert wird. Die Jährliche Konferenz der EMK, die gegenwärtig in Münsingen tagt, unterstützte diesen Antrag grossmehrheitlich.

Matthias Bünger, Präsident des Kirchenvorstandes a.i., vor der Jährlichen Konferenz

Von Seiten der Jährlichen Konferenz wurden starke Bedenken dazu geäussert, dass die EMK ein Teil der Liegenschaften gewinnorientiert bewirtschaften will, um Finanzen für die Kirche zu generieren. Dadurch werde die Strategie der EMK doppelbödig, sagte Pfarrer Stefan Pfister aus Davos und forderte eine Grundsatzdiskussion zur Ausrichtung der Liegenschaftsbewirtschaftung. „Brennende Herzen lassen sich durch Geld nicht kaufen, wo aber brennende Herzen sind, da kommt auch das Nötige zusammen, damit Reich Gottes gebaut werden kann!“, sagte ein weiterer Delegierter. Dem hielt Matthias Bünger, Kirchenvorstandspräsident a.i. entgegen: „Wir sind als kluge Haushalter gefordert, auch mit unsern Liegenschaften klug zu haushalten!“ Daniel Eugster, Vorsitzender des Bau- und Verwaltungsausschusses, erinnerte daran, dass die EMK ein grosses Liegenschaftsportfolio besitzt, mit dem professionell umgegangen werden muss: Der Bilanzwert betrage immerhin 110 Mio. Franken. Davon würfe mindestens die Hälfte der Liegenschaften schon jetzt Gewinn ab. Trotzdem wurde der Antrag von Stefan Pfister, Simon Zürcher und Sigmar Friedrich schliesslich nach ausgiebiger Diskussion mit wenigen Gegenstimmen unterstützt.

 

Konkret durchgespielt wurde diese Kontroverse dann noch am Beispiel eines bereits geplanten Bauvorhabens: Dem Antrag des Kirchenvorstandes, ein Mehrfamilienhaus als Renditeobjekt bei der Kirche in Davos zu errichten, wurde trotz allem zugestimmt, nachdem ein Rückweisungsantrag dazu abgelehnt worden war.

 

Zahlstelle von der Finanzkrise nicht direkt betroffen

 

Ist die Zahlstelle von der Finanzkrise betroffen? Dies beschäftigte die Delegierten bezüglich der Einlagekasse der EMK. „Sie ist bisher davon glücklicherweise nicht direkt betroffen“, sagte Peter Binder, Leiter der Zahlstelle. Sicherheit komme stets vor der Rendite: „Wir investieren nicht in Fremdwährungen oder Aktiengeschäfte. Die Rückstellungen der Zahlstelle sind leicht höher als die erkennbaren Risiken.“ Die Zahlstelle unterscheide sich klar von den kommerziell geführten Finanzistituten, so Peter Binder: „Wir verstehen unsere Arbeit als Dienst an der Kirche!“

 

Autor: Marco Jaeschke


United Methodist Church