Sun, fun and - a lot to do !
Von Herumhängen keine Spur: Seit 12 Jahren können Kinder der 1. bis 6. Klasse im Berner Nordquartier ihre erste Sommerferienwoche mit verschiedensten Aktivitäten vor der Haustür verbringen. Mit dabei in der Leitung der beliebten „Sommerferienwoche“ war in diesem Jahr erstmals die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) Bern Nord mit ihrem Pfarrer Matthias Fankhauser.
Seit Sommer 2009 ist Pfarrer Matthias Fankhauser daran, zusammen mit einer Kerngruppe eine neue EMK-Gemeinde im Berner Nordquartier zu gründen: „Mit unserer Gemeindegründung hier in Bern wollen wir in erster Linie eine neue, frische Form von Kirche ausprobieren“, sagt der Gemeindegründer. „Wir möchten unser Christsein ganz bewusst im Alltag leben und mit den Menschen um uns herum teilen.“ Dazu gehört zum Beispiel, die traditionelle „Sommerferienwoche“ (SoFeWo) im Quartier mitzuleiten. Wie kam es dazu? Er sei „hineingerutscht“, sagt Matthias Fankhauser: „Vor zwei Jahren fehlte am Abschlussfest der SoFeWo jemand in der Küche. Der damalige Sekretär der Quartierkommission fragte mich an, ob ich jemanden wüsste, der kurzfristig aushelfen könnte. Ich ging hin und packte mit an.“ Im letzten Jahr bot der EMK-Pfarrer an der SoFeWo einen Zauber-Workshop an und in diesem Jahr war er im OK dabei.
In der Hauptleitung seien sie nun zu dritt: ein Kindergärtner, ein Jugendarbeiter und ein Pfarrer. „Ein gutes Team!“ Dieses Jahr profitierten rund 100 Kinder vom SoFeWo, die dank Spenden von Firmen und Kirchgemeinden für lediglich 110 Franken angeboten werden kann. In verschiedenen Workshops konnten auf dem Sportplatz Wyler Raketen aus Holz bauen, Drachen basteln, Tierchen aus Glasperlen herstellen, Chemie-Experimente produzieren, Theater oder Rollhockey spielen, Zumba tanzen oder ihre Kompetenz beim Inlineskaten verbessern. fahren. Mit einem Schmuggelspiel am Freitagmorgen endete das Programm der SoFeWo12.
„Bei den Vorbereitungen für die SoFeWo und während der ganzen Woche war ich als Christ an einem Ort engagiert, zu dem ich sonst keinen Zugang hätte. Bei und mit Menschen, die mit Kirche längst abgeschlossen haben“, sagt Matthias Fankhauser rückblickend. „Ich erzählte nicht viel vom Glauben. Nur dann, wenn ich danach gefragt wurde.“ Aber er habe so mitgearbeitet, dass er gefragt worden sei. Ab und zu habe er seine christlich geprägte Meinung zu den aktuellen Gesprächsthemen kundgetan. Es sei eine grosse Herausforderung „nicht mitzulästern, sondern bewusst pointiert Stellung zu nehmen“. Dass dies Wirkung zeige, habe er erleben dürfen. „So fragte mich bei den Aufräumarbeiten ein junger Mann, wo er mich denn einmal predigen hören könne. Das würde ihn schon interessieren.“
Quelle: Matthias Fankhauser




